Die Arbeitslandschaft im Vereinigten Königreich entwickelt sich weiterhin rasant, wobei Remote- und flexible Arbeitsvereinbarungen zunehmend integraler Bestandteil moderner Beschäftigung werden. Da Unternehmen auf das Jahr 2026 hinarbeiten, ist es entscheidend, den rechtlichen Rahmen, praktische Überlegungen und technologische Anforderungen zur Unterstützung einer verteilten Belegschaft zu verstehen, um Compliance, Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit sicherzustellen. Das Navigieren durch diese Komplexitäten erfordert eine klare Strategie und die Einhaltung der britischen Vorschriften.
Die Umsetzung erfolgreicher Remote- und flexibler Arbeitsrichtlinien erfordert mehr als nur die Erlaubnis, im Homeoffice zu arbeiten. Es ist eine gründliche Kenntnis des Arbeitsrechts, der Datensicherheit, der Bereitstellung von Ausstattung und der Aufrechterhaltung eines vernetzten und produktiven Teams, unabhängig vom Standort, notwendig. Unternehmen müssen ihre Prozesse und Richtlinien an die Anforderungen dieser sich verändernden Umwelt anpassen.
Remote-Arbeitsvorschriften und rechtlicher Rahmen
Im Vereinigten Königreich konzentriert sich der rechtliche Rahmen für Remote- und flexible Arbeit vor allem auf das gesetzliche Recht der Arbeitnehmer, flexible Arbeitsvereinbarungen zu beantragen. Ab April 2024 wurde dieses Recht zu einem „Day-One“-Recht, was bedeutet, dass Arbeitnehmer ab Beginn ihrer Beschäftigung einen Antrag stellen können, statt 26 Wochen zu warten.
Wichtige Aspekte des rechtlichen Rahmens sind:
- Recht auf Antrag: Anspruchsberechtigte Arbeitnehmer haben das Recht, eine Änderung ihres Arbeitsmusters zu beantragen, einschließlich Standort (z.B. Homeoffice), Arbeitszeiten oder -zeiten.
- Pflichten des Arbeitgebers: Arbeitgeber müssen Anträge in einer „angemessenen Weise“ behandeln und innerhalb von zwei Monaten antworten (sofern keine Verlängerung vereinbart wird). Sie können einen Antrag nur aus einem der acht im Gesetz festgelegten spezifischen betrieblichen Gründe ablehnen.
- Gesundheit und Sicherheit: Arbeitgeber behalten ihre Fürsorgepflicht für die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter, auch im Homeoffice. Dazu gehört die Gewährleistung, dass der Arbeitsplatz sicher und geeignet ist, sowie die Verhinderung von übermäßigem arbeitsbedingtem Stress.
- Beschäftigungsverträge: Jegliche vereinbarten Änderungen an den Arbeitsbedingungen, einschließlich Remote-Arbeit, sollten idealerweise im Arbeitsvertrag oder einer schriftlichen Vertragsänderung festgehalten werden.
- Steuern und Sozialversicherung: Während Remote-Arbeit grundsätzlich keine Änderung der Verpflichtung des Arbeitgebers bedeutet, PAYE-Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abzuziehen, können sich Implikationen hinsichtlich Ausgaben und Leistungen ergeben.
Optionen und Praktiken für flexible Arbeitsvereinbarungen
Remote-Arbeit ist nur eine Form der flexiblen Arbeitsgestaltung. Arbeitgeber im Vereinigten Königreich implementieren häufig verschiedene Vereinbarungen, um die Bedürfnisse der Mitarbeiter und die Anforderungen des Geschäfts zu erfüllen.
Gängige flexible Arbeitsoptionen umfassen:
| Arrangements-Typ | Beschreibung | Typische Umsetzung |
|---|---|---|
| Vollremote | Mitarbeiter arbeitet Vollzeit an einem Ort außerhalb der Unternehmensstandorte. | Erfordert eine robuste Remote-Infrastruktur und Kommunikation. |
| Hybridarbeit | Mitarbeiter teilt sich die Zeit zwischen Büro und einem Remote-Standort auf. | Häufig mit festgelegten Bürotagen oder teamorientierten Modellen. |
| Gleitzeit | Mitarbeiter hat Flexibilität bei Beginn und Ende der Arbeitszeit innerhalb vereinbarter Grenzen. | Kernzeiten können für wichtige Meetings/Zusammenarbeit festgelegt sein. |
| Verkürzte Arbeitszeit | Mitarbeiter arbeitet die vertraglich vereinbarten Stunden auf weniger Tage verteilt. | Vereinbarung, welche Tage gearbeitet werden und welche frei sind. |
| Job Sharing | Zwei oder mehr Mitarbeiter teilen sich die Verantwortlichkeiten einer Vollzeitstelle. | Klare Kommunikation und Übergabeprozesse erforderlich. |
| Jahresarbeit | Die Arbeitsstunden des Mitarbeiters werden über ein Jahr berechnet, mit variablen Wochenstunden. | Erfordert sorgfältige Planung und Zeiterfassung. |
Die erfolgreiche Umsetzung dieser Vereinbarungen erfordert klare Richtlinien, offene Kommunikation und oftmals technologische Unterstützung für Zusammenarbeit und Zeiterfassung.
Datenschutz- und Privatsphäre-Aspekte für Remote-Mitarbeiter
Der Schutz sensibler Daten ist von höchster Bedeutung, und Remote-Arbeit bringt spezifische Herausforderungen im Rahmen des britischen Datenschutzrechts (UK GDPR) mit sich. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass Daten beim Zugriff und bei der Verarbeitung außerhalb des traditionellen Büroumfelds sicher bleiben.
Wichtige Überlegungen sind:
- Sicherer Zugriff: Implementierung sicherer Verfahren zum Zugriff auf Firmennetzwerke und Daten, z.B. Virtual Private Networks (VPNs) und Multi-Faktor-Authentifizierung.
- Gerätesicherheit: Sicherstellung, dass genutzte Geräte (ob vom Unternehmen bereitgestellt oder privat) durch starke Passwörter, Verschlüsselung und aktuelle Sicherheitssoftware geschützt sind.
- Datenhandhabungsrichtlinien: Klare Richtlinien und Schulungen für Mitarbeiter, wie sensible Daten beim Remote-Arbeiten sicher gehandhabt werden, z.B. Vermeidung öffentlicher WLANs bei sensiblen Tätigkeiten und sichere Aufbewahrung physischer Dokumente.
- Überwachung: Wenn Arbeitgeber Überwachungssoftware für Remote-Mitarbeiter einsetzen, müssen sie die Datenschutzgrundsätze beachten, transparent mit den Mitarbeitern kommunizieren und sicherstellen, dass die Überwachung notwendig und verhältnismäßig ist.
- Physische Sicherheit: Mitarbeiter sollten beraten werden, wie sie ihren Remote-Arbeitsplatz sichern, um unbefugten Zugriff auf Geräte oder Informationen zu verhindern.
Ausstattung und Erstattung von Ausgaben
Arbeitgeber haben Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Ausstattung und der bei der Remote-Arbeit entstehenden Kosten der Mitarbeitenden.
- Ausstattung: Es wird allgemein erwartet, dass Arbeitgeber die notwendige Ausstattung bereitstellen, z.B. Laptops, Monitore, Tastaturen und möglicherweise Mobiltelefone, damit Mitarbeitende ihre Arbeit remote erledigen können. Dies gewährleistet die richtige Ausstattung und die Einhaltung von Sicherheitsstandards.
- Erstattung von Ausgaben: Mitarbeitende können zusätzliche Kosten haben, z.B. erhöhte Energiekosten oder Internetnutzung. Arbeitgeber können bestimmte Ausgaben steuerfrei erstatten, sofern sie bestimmte Kriterien erfüllen (z.B. Ausgaben, die „ausschließlich, notwendig und ausschließlich“ im Rahmen der Erfüllung ihrer Aufgaben entstanden sind). HMRC bietet Richtlinien dazu, was steuerlich effizient erstattbar ist.
- Richtlinienklarheit: Eine klare Richtlinie, welche Ausstattung bereitgestellt wird, wer für Wartung verantwortlich ist und wie Mitarbeitende Erstattungen für vereinbarte Kosten (z.B. Anteil an Breitbandkosten oder notwendiges Home-Office-Equipment) beantragen können, ist unerlässlich.
Technologie-Infrastruktur und Konnektivität für Remote-Arbeit
Eine robuste Technologie-Infrastruktur ist das Rückgrat effektiver Remote-Arbeit. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass Mitarbeitende über die nötigen Tools und Verbindungen verfügen, um effizient und sicher arbeiten zu können.
- Wichtige Tools: Dazu gehören sicherer Zugriff auf Unternehmenssysteme (VPNs), Kollaborationsplattformen (Videokonferenzen, Instant Messaging, geteilte Dokumente), Projektmanagement-Tools und ggf. spezielle Software.
- Konnektivität: Obwohl Arbeitgeber in der Regel nicht verpflichtet sind, die Internetverbindung im Homeoffice zu bezahlen, müssen sie sicherstellen, dass Mitarbeitende zuverlässig eine Verbindung herstellen können. In manchen Fällen kann es notwendig sein, eine betriebsärztliche Verbindung beizutragen oder bereitzustellen, besonders wenn die Rolle stark auf hohe Bandbreite oder spezifische Sicherheitsprotokolle angewiesen ist.
- IT-Support: Zugänglicher und reaktionsschneller IT-Support für Remote-Arbeitende ist entscheidend, um Ausfallzeiten zu minimieren und technische Probleme schnell zu lösen.
- Sicherheitsmaßnahmen: Implementierung von Sicherheitslayern wie Firewalls, Intrusion-Detection-Systemen und regelmäßigen Security-Audits ist essenziell, um das Unternehmensnetzwerk und die Daten beim Remote-Zugriff zu schützen.
Die erfolgreiche Steuerung von Remote- und flexibler Arbeit im Vereinigten Königreich im Jahr 2026 erfordert proaktive Planung, klare Richtlinien im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben und Investitionen in die richtige Technologie und Unterstützungssysteme.
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