Serbien hat in den letzten Jahren einen bedeutenden Wandel hin zu Remote- und flexiblen Arbeitsarrangements erlebt, ein Trend, der durch globale Ereignisse und sich entwickelnde Geschäftsbedürfnisse beschleunigt wurde. Diese Transformation bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Das Verständnis des spezifischen rechtlichen Rahmens und praktischer Überlegungen innerhalb Serbiens ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung dieser modernen Arbeitsmodelle.
Das Navigieren durch die Feinheiten des serbischen Arbeitsrechts, die Sicherstellung der Einhaltung der Datenschutzbestimmungen und die Etablierung klarer Richtlinien für Ausrüstung und Ausgaben sind wichtige Schritte für Unternehmen, die in dem Land eine Remote-Arbeitskraft aufbauen oder erweitern möchten. Dieser Leitfaden bietet einen Überblick über die Landschaft für 2026 und gibt Einblicke in das regulatorische Umfeld sowie praktische Aspekte des Managements von Remote- und flexiblen Teams in Serbien.
Regelungen für Remote Work und Rechtlicher Rahmen
Remote Work in Serbien wird hauptsächlich durch das Arbeitsgesetz geregelt. Das Gesetz erkennt Arbeit außerhalb der Räumlichkeiten des Arbeitgebers an, die oft als "Homeoffice" oder "Telearbeit" bezeichnet wird. Arbeitgeber, die Mitarbeiter im Remote-Modus beschäftigen möchten, müssen bestimmte rechtliche Anforderungen einhalten, um Konformität zu gewährleisten und beide Parteien zu schützen.
Wichtige rechtliche Aspekte umfassen:
- Arbeitsvertrag: Ein spezieller Arbeitsvertrag oder ein Annex zu einem bestehenden Vertrag muss die Bedingungen für Remote Work klar definieren. Dazu gehört die Angabe des Arbeitsortes (in der Regel das Zuhause des Arbeitnehmers), Arbeitszeiten, Aufsichts- und Kontrollmethoden sowie Bestimmungen zu Ausrüstung und Auslagen.
- Arbeitszeiten: Remote-Arbeitnehmer unterliegen im Allgemeinen denselben Regeln bezüglich Arbeitszeiten, Ruhepausen und Überstunden wie Mitarbeiter vor Ort. Der Vertrag sollte darlegen, wie die Arbeitszeit überwacht und erfasst wird.
- Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit: Arbeitgeber haben die Verpflichtung, die Gesundheit und Sicherheit der Remote-Arbeitskräfte sicherzustellen, wobei die praktische Umsetzung anders erfolgen kann als bei der Arbeit vor Ort. Dies umfasst typischerweise die Bewertung des Sicherheitsaspekts des Remote-Arbeitsplatzes und die Bereitstellung notwendiger Hinweise.
- Überwachung: Der Vertrag muss die Überwachungsmethoden für Remote-Arbeit festlegen, wobei die Privatsphäre des Mitarbeiters respektiert werden sollte, während der Arbeitgeber die Leistung und Einhaltung der Arbeitspflichten überwachen kann.
- Gleichbehandlung: Remote-Arbeitnehmer haben Anspruch auf die gleichen Rechte und Vorteile wie vergleichbare Beschäftigte, die am Unternehmensstandort arbeiten, inklusive Gehalt, Benefits, Schulungen und Karriereentwicklungsmöglichkeiten.
Optionen und Praktiken für Flexible Arbeitsarrangements
Neben der Vollzeit-Remote-Arbeit setzen serbische Unternehmen zunehmend verschiedene flexible Arbeitsmodelle um, um die Mitarbeitermotivation und Produktivität zu steigern. Diese Modelle bieten den Mitarbeitern mehr Kontrolle über ihre Zeitpläne und Arbeitsorte.
Häufige flexible Arbeitsoptionen sind:
| Anordnungsart | Beschreibung | Typische Umsetzung in Serbien |
|---|---|---|
| Hybrides Arbeiten | Mitarbeitende splitten ihre Zeit zwischen Remote-Arbeit und Arbeit im Büro. | Oftmals mit festgelegten Bürotagen oder einer bestimmten Anzahl an Bürotagen pro Woche/Monat. |
| Flexible Arbeitszeiten | Mitarbeitende können innerhalb der Kernzeiten ihre Start- und Endzeiten flexibel gestalten. | Erfordert klare Kommunikation und Tools zur Zeiterfassung und Verfügbarkeitskontrolle. |
| Verkürzte Arbeitswoche | Mitarbeitende arbeiten die Vollzeitstunden in weniger als fünf Tagen. | Weniger üblich, aber möglich bei entsprechender Zustimmung und Einhaltung der Arbeitsschutzgesetze bezüglich täglicher/wöchentlicher Grenzen. |
| Job Sharing | Zwei oder mehr Teilzeitkräfte teilen sich die Verantwortung für eine Vollzeitstelle. | Erfordert sorgfältige Koordination und klare Aufgaben- und Verantwortungsaufteilungen. |
Die Einführung flexibler Arrangements erfordert klare Richtlinien, effektive Kommunikationstools und eine Vertrauenskultur. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass diese Arrangements die Teamzusammenarbeit oder den Kundenservice nicht negativ beeinflussen.
Datenschutz- und Privatsphäre-Überlegungen bei Remote-Arbeit
Datenschutz ist ein kritischer Aspekt bei Remote-Arbeit, zumal Serbien sich an europäische Datenschutzstandards anlehnt, inklusive Prinzipien, die dem GDPR ähnlich sind. Arbeitgeber müssen proaktiv Maßnahmen ergreifen, um sensible Unternehmens- und Kundendaten, die von Remote-Mitarbeitenden eingesehen und verarbeitet werden, zu schützen.
Wichtige Überlegungen umfassen:
- Datensicherheitsrichtlinien: Implementierung robuster Datenschutzrichtlinien, die speziell auf Remote-Work-Umgebungen eingehen. Dazu gehören Richtlinien zur Nutzung sicherer Netzwerke, starker Passwörter, Datenverschlüsselung und zum Umgang mit vertraulichen Informationen.
- Ausrüstungssicherheit: Sicherstellung, dass die vom Unternehmen bereitgestellte Ausrüstung für Remote-Arbeit sicher ist, inklusive aktueller Software, Firewalls und Antivirus-Software.
- Zugriffskontrolle: Begrenzung des Zugriffs der Remote-Mitarbeitenden nur auf die Daten und Systeme, die für ihre Rollen notwendig sind.
- Mitarbeiterschulungen: Regelmäßige Schulungen zu Datenschutzbest Practices und Sicherheitsbewusstsein für Remote-Mitarbeitende.
- Privatsphäre: Während Arbeitgeber die Arbeitsaktivitäten überwachen dürfen, müssen sie die Privatsphäre des Mitarbeiters im häuslichen Umfeld respektieren. Überwachungsmethoden sollten verhältnismäßig sein und den Mitarbeitenden klar kommuniziert werden.
Ausrüstungs- und Kostenerstattungspolitik
Das serbische Arbeitsrecht und die gängige Praxis sehen vor, dass Arbeitgeber grundsätzlich für die Bereitstellung notwendiger Werkzeuge und die Übernahme bestimmter Ausgaben im Zusammenhang mit Remote-Arbeit verantwortlich sind. Klare Richtlinien für die Erstattung von Ausrüstung und Auslagen sind unerlässlich, um Streitigkeiten zu vermeiden und Fairness zu gewährleisten.
Typische Arbeitgeberpflichten und Praktiken umfassen:
- Ausrüstung: Arbeitgeber sind in der Regel verpflichtet, die für Remote-Arbeit benötigte Ausrüstung wie Laptops, Monitore, Tastaturen und Softwarelizenzen bereitzustellen. Der Arbeitsvertrag oder Annex sollte die bereitgestellte Ausrüstung auflisten.
- Wartung und Reparatur: Arbeitgeber sind in der Regel für die Wartung und Reparatur der firmeneigenen Ausrüstung, die von Remote-Mitarbeitenden genutzt wird, verantwortlich.
- Auslagenersatz: Das Gesetz verlangt, dass Arbeitgeber Ausgaben, die den Mitarbeitenden aufgrund der Remote-Arbeit entstehen, decken. Dazu gehören oft ein Anteil der Internetkosten und möglicherweise andere Nebenkosten, die direkt auf die Arbeit zurückzuführen sind; der genaue Betrag oder die Berechnungsmethode sollte im Vertrag festgelegt werden.
- Richtlinien-Dokumentation: Eine klare, schriftliche Richtlinie, welche Ausrüstung bereitgestellt wird, wer für Wartung verantwortlich ist und wie Auslagen erstattet werden, ist entscheidend. Diese Richtlinie sollte allen Remote-Mitarbeitenden kommuniziert werden.
Remote Work Technologieinfrastruktur und Konnektivität
Effektives Remote Arbeiten hängt stark von einer zuverlässigen technischen Infrastruktur und Internetverbindung ab. Serbien verfügt über eine relativ gut ausgebaute digitale Infrastruktur, insbesondere in urbanen Gebieten, die Remote-Work-Fähigkeiten unterstützt.
Wichtige Aspekte sind:
- Internetverbindung: Hochgeschwindigkeitsinternet ist in den meisten Ballungsräumen weit verbreitet und ermöglicht stabile Verbindungen für Video-Calls, Cloud-Zugriffe und Online-Kollaborationstools.
- Kollaborationstools: Unternehmen in Serbien nutzen eine Vielzahl digitaler Tools für Kommunikation, Projektmanagement und Zusammenarbeit, wie Videokonferenzplattformen, Instant-Messaging-Anwendungen und Cloud-basierte Dokumentenfreigabe-Services.
- IT-Support: Ein adäquater Remote-IT-Support ist wesentlich, um technische Probleme, die bei Mitarbeitenden an verschiedenen Standorten auftreten, zu beheben.
- Cybersicherheitsmaßnahmen: Der Einsatz starker Cybersicherheitsmaßnahmen, inklusive VPNs, sicherer Zugriffprotokolle und regelmäßiger Sicherheitsprüfungen, ist notwendig, um Netzwerke und Daten, die remote zugänglich sind, zu schützen.
Gewinnen Sie Top-Talente in Serbien durch unsere Employer of Record-Dienstleistung.
Vereinbaren Sie einen Termin mit unseren EOR-Experten, um mehr darüber zu erfahren, wie wir Ihnen in Serbien helfen können.







Vereinbaren Sie einen Termin mit unseren EOR-Experten, um mehr darüber zu erfahren, wie wir Ihnen in Serbien helfen können.
Von mehr als 1.000 Unternehmen weltweit geschätzt



