Der weltweite Trend in Richtung Remote- und flexibler Arbeitsarrangements gewinnt weiter an Dynamik und bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Unternehmen weltweit. Während Unternehmen ihre Abläufe optimieren, Talente gewinnen und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden verbessern wollen, wird die Übernahme flexibler Modelle immer relevanter. Für Organisationen, die in Lesotho tätig sind oder eine Präsenz aufbauen möchten, ist das Verständnis des Arbeitsmarktes und der Rahmenbedingungen für remote work im Jahr 2026 entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung und Einhaltung der Vorschriften.
Das Navigieren durch die Feinheiten des remote work erfordert eine sorgfältige Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen, praktischer Implementierungsstrategien und technologischer Bereitschaft. Dieser Leitfaden gibt einen Überblick über wichtige Aspekte, die Arbeitgeber bei der Etablierung oder Verwaltung von remote und flexiblen Arbeitsarrangements für in Lesotho ansässige Mitarbeitende beachten sollten.
Remote Work Regelungen und rechtlicher Rahmen
Während sich spezifische Gesetze ausschließlich dem remote work widmen, weiterentwickeln können, müssen Employer of Record, EOR, in Lesotho innerhalb der bestehenden Arbeitsgesetze und allgemeinen Rechtsgrundsätze agieren. Das Beschäftigungsverhältnis, ob remote oder im Büro, unterliegt dem Labour Code Order, 1992 und nachfolgenden Änderungen. Arbeitgeber haben Verpflichtungen hinsichtlich Arbeitszeiten, Ruhezeiten, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie faire Behandlung, die auch für remote settings gelten.
Wichtige Überlegungen für Arbeitgeber umfassen:
- Arbeitsverträge: Klare Definition der Bedingungen des remote work im Arbeitsvertrag oder in einer separaten Zusatzvereinbarung zur remote work-Richtlinie. Dies sollte Standort, Arbeitszeiten, Kommunikationsprotokolle, Ausstattung und Leistungsanforderungen umfassen.
- Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: Arbeitgeber tragen weiterhin die Sorgfaltspflicht für die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeitenden, auch bei remote work. Während der Umfang von Maßnahmen im Unterschied zum Büro variieren kann, sollten Arbeitgeber Hinweise zur Einrichtung eines sicheren Heimarbeitsplatzes geben und mögliche Risiken adressieren.
- Arbeitszeiten: Die Einhaltung gesetzlicher Grenzen der Arbeitszeit und die Regelung von Ruhezeiten sind verpflichtend. Arbeitgeber benötigen Mechanismen zur Überwachung der Arbeitszeit, ohne die Privatsphäre der Mitarbeitenden zu verletzen.
- Nichtdiskriminierung: Richtlinien für remote work müssen fair angewendet werden und dürfen keine Diskriminierung aufgrund geschützter Eigenschaften fördern.
| Rechtlicher Aspekt | Verpflichtung des Employer of Record | Recht des Mitarbeitenden |
|---|---|---|
| Arbeitsvertrag | Klare Definition der remote Bedingungen im Vertrag oder in der Richtlinie. | Recht auf klare Bedingungen der Beschäftigung. |
| Arbeitssicherheit & Gesundheit | Bereitstellung von Hinweisen zum sicheren Arbeitsplatz; Risiken beim remote work adressieren. | Recht auf eine sichere Arbeitsumgebung (innerhalb vernünftiger Grenzen für das Zuhause). |
| Arbeitszeiten | Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Grenzen; Respekt der Ruhezeiten. | Recht auf gesetzliche Arbeitszeiten, Überstundenvergütung (falls zutreffend) und Ruhezeiten. |
| Datenschutz | Maßnahmen zum Schutz von Unternehmens- und Mitarbeitendendaten bei remote Zugriff. | Recht auf Privatsphäre hinsichtlich persönlicher Daten und Arbeitsplatz (innerhalb rechtlicher Grenzen). |
| Ausstattung | Verantwortlichkeit für Bereitstellung/Unterhaltung der notwendigen Arbeitsmittel. | Recht auf notwendige Werkzeuge zur Erfüllung der Aufgaben (gemäß Vereinbarung). |
Optionen und Praktiken für flexible Arbeitsarrangements
Neben Vollzeit-remote work können in Lesotho verschiedene flexible Modelle umgesetzt werden, die den betrieblichen Bedürfnissen und Präferenzen der Mitarbeitenden entsprechen. Diese Modelle bieten Flexibilität bezüglich Standort, Arbeitszeiten oder beidem.
Häufige flexible Arbeitsoptionen sind:
- hybrides Arbeiten: Mitarbeitende teilen ihre Zeit zwischen remote Arbeit und Arbeit in einem festgelegten Büro. Hierfür sind klare Zeitplanung und Abstimmung notwendig.
- Verkürzte Arbeitswochen: Mitarbeitende leisten ihre vertraglich festgelegten Stunden in weniger als der Standardanzahl der Tage (z.B. 40 Stunden in vier Tagen statt fünf).
- Flextime: Mitarbeitende haben Flexibilität bei der Wahl ihrer Start- und Endzeiten, sofern sie die vertraglichen Stunden leisten und während Kernarbeitszeiten erreichbar sind.
- Job Sharing: Zwei oder mehr Teilzeitkräfte teilen eine Vollzeitstelle.
Eine erfolgreiche Umsetzung flexibler Arrangements erfordert:
- Klare Kommunikation der Richtlinien und Erwartungen.
- Schulung von Führungskräften im Management von remote und flexiblen Teams.
- Festlegung von Kernarbeitszeiten für die Zusammenarbeit.
- Gewährleistung einer fairen Behandlung und Chancengleichheit für alle Mitarbeitenden, unabhängig von ihrem Arbeitsarrangement.
| Flexibles Arrangement | Beschreibung | Umsetzungserwägungen |
|---|---|---|
| Hybrides Arbeiten | Mischung aus remote und Büroarbeit. | Bürozeiten/Frequenz definieren, ausreichenden Büroraum/Ressourcen sicherstellen. |
| Verkürzte Woche | Vollzeitarbeit in weniger Tagen. | Einhaltung der täglichen Stundenbegrenzung sicherstellen, Arbeitsbelastung steuern. |
| Flextime | Flexible Anfangs- und Endzeiten innerhalb eines definierten Rahmens. | Kernarbeitszeiten für Meetings festlegen, Abdeckung wichtiger Aufgaben sicherstellen. |
| Job Sharing | Zwei+ Mitarbeitende teilen eine Rolle. | Klare Aufgabenteilung, gute Kommunikation zwischen den Teilenden. |
Datenschutz- und Privatsphäre-Überlegungen für remote Mitarbeitende
Der Schutz sensibler Unternehmensdaten und die Wahrung der Privatsphäre der Mitarbeitenden sind entscheidend, wenn Mitarbeitende remote arbeiten. Das Risiko von Datenlecks oder unbefugtem Zugriff steigt, wenn keine geeigneten Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden.
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Das Employer of Record sollte robuste Datenschutzrichtlinien und -praktiken implementieren, z. B.:
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Sicherer Zugriff: Mitarbeitende müssen sichere Netzwerke (z.B. VPNs) verwenden, wenn sie auf Unternehmenssysteme zugreifen.
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Gerätesicherheit: Starke Passwörter, Multi-Faktor-Authentifizierung und aktuelle Antivirus-Software auf Arbeitsgeräten sind verpflichtend.
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Datenhandhabung: Klare Richtlinien, wie Mitarbeitende mit sensiblen Informationen umgehen, diese speichern und übertragen sollen.
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Privatsphäre: Mitarbeitenden-Privatsphäre im Heimumfeld respektieren. Überwachung sollte nur arbeitsbezogen erfolgen, transparent und im Einklang mit geltendem Datenschutzrecht.
Geräte- und Auslagen-Erstattungsrichtlinien
Eine klare Regelung hinsichtlich Bereitstellung von Geräten und Erstattung von Auslagen ist für remote work unerlässlich. Sie garantiert, dass Mitarbeitende die nötigen Werkzeuge haben und nicht unangemessen für Arbeitskosten zuhause belastet werden.
Gängige Ansätze sind:
- Vom Arbeitgeber bereitgestellte Geräte: Das Unternehmen stellt notwendige Geräte wie Laptops, Monitore, Tastaturen und Softwarelizenzen bereit. Das erleichtert die Standardisierung und den IT-Support.
- Geräte des Mitarbeitenden (BYOD – Bring Your Own Device): Mitarbeitende nutzen ihre persönlichen Geräte. Hierfür sind klare Richtlinien zu Sicherheit, Kompatibilität und Datenentflechtung notwendig.
- Erstattung von Auslagen: Für angemessene und notwendige arbeitsbezogene Auslagen, z.B. einen Anteil der Internetkosten oder Stromkosten, kann eine Erstattung erfolgen. Richtlinien sollten die erstattungsfähigen Auslagen und den Erstattungsprozess definieren.
| Richtlinienbereich | Verpflichtung/Erwägung des Employer of Record | Verpflichtung/Erwägung des Mitarbeitenden |
|---|---|---|
| Geräte | Entscheidung, ob Geräte bereitgestellt oder BYOD erlaubt ist; Standards setzen. | Pflege der bereitgestellten Geräte; persönliche Geräte den Vorgaben entsprechend nutzen (BYOD). |
| Wartung/Reparatur | Verantwortlichkeit für Reparatur und Wartung der Arbeitsmittel klären. | Bei Problemen umgehend melden. |
| Internet/Strom | Beitrag zu oder Erstattung eines Teils der Kosten erwägen. | Zuverlässigen Internetzugang sicherstellen; private Stromkosten managen. |
| Home Office Einrichtung | Hinweise zur ergonomischen Einrichtung geben; eventuell Zuschüsse gewähren. | Sicherstellen, dass der Arbeitsplatz sicher und ergonomisch ist. |
Technische Infrastruktur und Konnektivität für remote work
Zuverlässige technologische Infrastruktur und Internetverbindung sind entscheidend für den Erfolg von remote work in Lesotho. Sowohl Employer of Record als auch Mitarbeitende benötigen Zugriff auf geeignete Werkzeuge und stabile Verbindungen.
Wesentliche technische Aspekte umfassen:
- Internetverbindung: Mitarbeitende benötigen eine stabile und ausreichend schnelle Internetleistung, um an Videokonferenzen teilzunehmen, Cloud-Anwendungen zu nutzen und die Arbeit effizient zu erledigen.
- Kommunikations- und Kollaborationstools: Implementierung effektiver Plattformen (z.B. Videokonferenz, Messaging, Projektmanagement-Software) ist wichtig für Teamzusammenhalt und Produktivität.
- Cloud-Systeme: Nutzung von Cloud-Speicher und -Anwendungen ermöglicht sicheren Zugriff auf Dateien und Software von überall.
- IT-Support: Bereitstellung eines zugänglichen und schnellen IT-Supports für remote Mitarbeitende ist wesentlich, um technische Probleme schnell zu beheben und Ausfallzeiten zu minimieren.
Der Employer of Record sollte die technologische Leistungsfähigkeit der Belegschaft und die vorhandene Infrastruktur in Lesotho bewerten. Investitionen in die richtigen Werkzeuge und Support-Systeme sind essenziell, um eine nahtlose remote work-Erfahrung zu ermöglichen.
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