Navigating the landscape of employee benefits and entitlements in Poland requires a thorough understanding of both statutory requirements and market expectations. Polish labor law sets a baseline for employee rights, ensuring fundamental protections und benefits for all workers. However, to attract and retain talent in a competitive market, employers often need to go beyond these minimums, offering a range of supplementary benefits that enhance compensation and improve employee well-being.
Das Verständnis der gesetzlichen Ansprüche ist der erste Schritt für jeden Arbeitgeber, der in Polen tätig ist. Aufbauend auf dieser Grundlage ist eine durchdachte Auswahl optionaler Vorteile entscheidend, um ein attraktives Beschäftigungspaket zu erstellen, das den Erwartungen der modernen polnischen Belegschaft entspricht und die Einhaltung lokaler Vorschriften gewährleistet.
Gesetzlich vorgeschriebene obligatorische Leistungen
Das polnische Arbeitsrecht, hauptsächlich geregelt durch das Arbeitsgesetzbuch, schreibt mehrere wichtige Leistungen und Ansprüche für Arbeitnehmer vor. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist für alle Arbeitgeber unverzichtbar.
- Mindestlohn: Polen verfügt über einen gesetzlichen Mindestlohn, der jährlich geprüft und meist angepasst wird. Dieser legt den niedrigsten rechtlichen Stunden- und Monatssatz für Arbeitnehmer fest.
- Arbeitszeit: Die Standardarbeitswoche beträgt 40 Stunden über fünf Tage. Überstunden sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt, unterliegen jedoch Grenzen und erfordern Zuschlagszahlungen oder Zeitausgleich.
- Jahresurlaub: Arbeitnehmer haben Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub. Die Höhe hängt von der Gesamtdienstzeit ab:
- 20 Tage für Arbeitnehmer mit weniger als 10 Jahren Betriebszugehörigkeit.
- 26 Tage für Arbeitnehmer mit 10 Jahren oder mehr Betriebszugehörigkeit.
- Die Dauer der Betriebszugehörigkeit umfasst frühere Beschäftigungszeiten und bestimmte Ausbildungsleistungen.
- Krankheit: Arbeitnehmer haben Anspruch auf bezahlten Krankheitsurlaub. Der Arbeitgeber zahlt die ersten 33 Tage Krankheitsurlaub im Kalenderjahr (bzw. 14 Tage für Arbeitnehmer über 50), meistens zu 80 % des durchschnittlichen Verdienstes des Arbeitnehmers. Ab dem 34. Tag (bzw. 15. Tag für Arbeitnehmer über 50) zahlt die Sozialversicherungsanstalt (ZUS) die Leistung, in der Regel zu 80 % oder 100 %, je nach Krankheitsgrund (z.B. arbeitsbedingter Unfall, Schwangerschaft).
- Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub: Weibliche Arbeitnehmer erhalten großzügigen bezahlten Mutterschaftsurlaub, der je nach Anzahl der geborenen Kinder zwischen 20 und 37 Wochen variiert. Dies wird durch Elternzeit ergänzt, die zwischen den Eltern aufgeteilt werden kann. Väter haben Anspruch auf zwei Wochen Vaterschaftsurlaub.
- Gesetzliche Feiertage: Polen begeht im Jahr mehrere gesetzliche Feiertage, an denen Arbeitnehmer in der Regel einen bezahlten freien Tag erhalten. Fällt ein Feiertag auf einen Samstag (der üblicherweise ein freier Tag bei einer Fünf-Tage-Woche ist), wird den Arbeitnehmern meist ein zusätzlicher freier Tag gewährt.
- Sozialversicherungsbeiträge: Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sind verpflichtet, Beiträge zum polnischen Sozialversicherungssystem (ZUS) zu leisten. Diese Beiträge decken Renten, Invaliditätsversicherung, Krankheitsversicherung und Unfallversicherung ab. Die Beitragssätze des Arbeitgebers sind ein bedeutender Kostenfaktor, typischerweise rund 19,48 % des Bruttogehalts, plus variable Unfallversicherung abhängig vom Risikoprofil des Unternehmens. Arbeitnehmerbeiträge werden vom Bruttogehalt abgezogen.
| Mandatory Contribution Typ | Arbeitgeberbeitrag (ungefähr in %) | Arbeitnehmerbeitrag (ungefähr in %) |
|---|---|---|
| Rentenversicherung | 9,76 | 9,76 |
| Invaliditätsversicherung | 6,50 | 1,50 |
| Krankenversicherung | 0,00 | 2,45 |
| Unfallversicherung | 0,67 - 3,33 (variabel) | 0,00 |
| Arbeitsförderung | 2,45 | 0,00 |
| Garantiefonds für Arbeitnehmer | 0,10 | 0,00 |
| Gesamt (ungefähr) | 19,48 + variabel | 13,71 |
Hinweis: Diese Prozentsätze sind ungefähr und können sich ändern. Der tatsächliche Unfallversicherungssatz hängt vom PKD-Code des Unternehmens und der Anzahl der Beschäftigten ab.
Die Einhaltung erfordert eine korrekte Berechnung und fristgerechte Zahlung dieser Beiträge, eine ordnungsgemäße Verwaltung der Urlaubsansprüche und die Beachtung der Regelungen zur Arbeitszeit.
Üblichen optionalen Leistungen, die Arbeitgeber anbieten
Während die obligatorischen Leistungen die rechtliche Basis bilden, ist das Angebot zusätzlicher Vorteile bei vielen polnischen Arbeitgebern gängige Praxis, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Diese Vorteile werden von den Arbeitnehmern hoch geschätzt und können die Arbeitszufriedenheit und Loyalität erheblich beeinflussen.
- Private Krankenversicherung: Dies ist vermutlich der häufigste und gefragteste Vorteil. Während Arbeitnehmer Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem (NFZ) über verpflichtende Beiträge haben, bieten private medizinische Pakete schnelleren Zugang zu Spezialisten, eine größere Auswahl an Ärzten und Kliniken sowie komfortablere Einrichtungen. Die Kosten variieren stark je nach Umfang des Versicherungsschutzes und Anbieter, typischerweise zwischen PLN 50 und PLN 300+ pro Mitarbeiter und Monat.
- Sportkarten (z.B. MultiSport): Mit diesen Karten erhalten Arbeitnehmer Zugang zu einem breiten Netzwerk von Sporteinrichtungen (Fitnessstudios, Schwimmbäder, Kurse) im ganzen Land. Sie sind sehr beliebt und gelten als bedeutender Benefit zur Förderung von Work-Life-Balance und Wohlbefinden. Die Kosten für den Arbeitgeber umfassen oft einen Zuschuss, wobei die Mitarbeitenden manchmal einen kleineren Anteil beitragen. Die Kosten können je nach Paket und Beitrag des Arbeitgebers zwischen PLN 50 und PLN 200+ pro Mitarbeiter und Monat liegen.
- Lebensversicherung: Gruppen-Lebensversicherungen werden häufig angeboten und bieten finanzielle Sicherheit für die Familien der Mitarbeiter im Falle des Todes oder schwerer Krankheit.
- Essensgutscheine oder Zuschüsse: Die Übernahme oder volle Deckung der Kosten für Mahlzeiten der Mitarbeiter ist ein gängiger Vorteil, entweder durch Gutscheine, Karten oder direkte Zuschüsse.
- Schulungen und Weiterentwicklung: Arbeitgeber investieren oft in die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter durch Schulungsprogramme, Workshops, Sprachkurse oder die Finanzierung weiterer Bildungsmaßnahmen. Dies wird von den Arbeitnehmern hoch geschätzt, die ihre Karriere vorantreiben möchten.
- Firmenwagen: Wird hauptsächlich für Rollen mit Reisen bereitgestellt, kann aber auch als Zuschlag für leitende Positionen angeboten werden.
- Handys und Laptops: Standardwerkzeuge, die für Rollen, die sie erfordern, bereitgestellt werden, aber auch als Benefit, wenn die private Nutzung erlaubt ist.
- Zusätzliche bezahlte Urlaubstage: Manche Arbeitgeber gewähren einige zusätzliche Tage Jahresurlaub über das gesetzliche Minimum hinaus.
- Benefit-Plattformen: Die Bereitstellung eines Budgets oder Zugangs zu einer Plattform, auf der Mitarbeiter aus verschiedenen Benefits wählen können (z.B. Kinokarten, Einkaufsgutscheine, Massagen), wird immer beliebter.
Die Erwartungen der Mitarbeiter an optionale Leistungen sind hoch, insbesondere in wettbewerbsintensiven Branchen wie IT, Finanzen und Shared Services. Ein wettbewerbsfähiges Benefits-Paket umfasst in der Regel eine private Krankenversicherung und eine Sportkarte als Standard. Die Bandbreite und Qualität zusätzlicher Leistungen unterscheiden sich oft zwischen Arbeitgebern und spielen eine bedeutende Rolle bei der Rekrutierung und Mitarbeiterbindung.
Anforderungen und Praktiken bei der Krankenversicherung
Alle Arbeitnehmer in Polen sind durch das obligatorische öffentliche Gesundheitssystem (NFZ) abgedeckt, das durch Beiträge, die vom Gehalt abgezogen und vom Arbeitgeber an ZUS gezahlt werden, finanziert wird. Dies ermöglicht den Zugang zu öffentlichen Gesundheitsdiensten.
Allerdings kann das öffentliche System mit Wartezeiten bei Facharztterminen und bestimmten Behandlungen belastet sein. Daher ist die private Krankenversicherung zu einem wichtigen zusätzlichen Benefit geworden. Arbeitgeber schließen häufig Verträge mit privaten Krankenhausträgern (wie Medicover, Lux Med, Enel-Med), um den Mitarbeitern Zugang zu privaten Kliniken und Krankenhäusern zu gewähren.
In der Regel tragen Arbeitgeber die gesamten oder einen Teil der Kosten für diese privaten medizinischen Pakete. Der Umfang der Deckung (z.B. Zugang zu Spezialisten, Diagnostik, Zahnmedizin) bestimmt die Kosten und Attraktivität des Benefits. Das Angebot einer umfassenden privaten Krankenversicherung ist fast eine Grundvoraussetzung, um qualifizierte Fachkräfte in vielen Branchen zu gewinnen.
Renten- und Pensionspläne
Polen verfügt über ein mehrsäuliges Rentensystem. Die obligatorische erste Säule wird von der staatlichen Sozialversicherungsanstalt (ZUS) verwaltet und durch Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert. Diese stellt eine grundlegende staatliche Rente bereit.
Neben den verpflichtenden ZUS-Beiträgen gibt es Optionen für ergänzende Altersvorsorge:
- Betrieblichen Pensionspläne (Pracownicze Programy Emerytalne - PPE): Dies sind freiwillige, arbeitgeberfinanzierte Beitragspläne mit definierten Beiträgen. Arbeitgeber leisten Beiträge im Namen ihrer Mitarbeiter, die bis zu einem bestimmten Limit steuerfrei sind. PPEs sind weniger verbreitet als andere Leistungen, können jedoch ein bedeutender Benefit sein, wenn sie angeboten werden.
- Mitarbeiterkapitalpläne (Pracownicze Plany Kapitałowe - PPK): Kürzlich eingeführt, sind PPK ein System automatischer Anmeldung in private Altersvorsorgepläne für Arbeitnehmer. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber leisten Beiträge, ergänzt durch Zuschüsse aus dem Staatshaushalt. Arbeitnehmer können sich abmelden, in der Regel sind Arbeitgeber verpflichtet, PPK für berechtigte Mitarbeiter einzurichten und zu verwalten. Arbeitgeberbeiträge betragen typischerweise 1,5 % des Bruttogehalts des Mitarbeiters, freiwillige zusätzliche Beiträge sind möglich. Mitarbeitende leisten in der Regel 2 % des Bruttogehalts, ebenfalls mit optionalen zusätzlichen freiwilligen Beiträgen.
Arbeitgeber müssen die Vorschriften bezüglich der obligatorischen ZUS-Beiträge einhalten und, falls zutreffend, die Anforderungen für die Einrichtung und Verwaltung von PPK erfüllen, es sei denn, alle berechtigten Mitarbeitenden optieren aus. Das Angebot eines PPE ist freiwillig, kann aber ein wesentlicher Bestandteil eines wettbewerbsfähigen Benefits-Pakets sein.
Übliche Benefit-Pakete nach Branche oder Unternehmensgröße
Die Zusammensetzung und Großzügigkeit von Benefits in Polen variiert erheblich je nach Branche, Unternehmensgröße und Standort.
- Große internationale Konzerne: Bieten oft die umfassendsten Benefits. Diese umfassen in der Regel eine hochwertige private Krankenversicherung (häufig inklusive Familien), großzügige Zuschüsse für Sportkarten, Lebensversicherung, Zugang zu Benefit-Plattformen, Schulungsbudgets und manchmal PPEs oder höhere Arbeitgeberbeiträge zu PPK. Sie setzen häufig die Benchmark für wettbewerbsfähige Angebote.
- IT- und Tech-Branche: Bekannt für hoch wettbewerbsfähige Pakete aufgrund der hohen Nachfrage nach Talenten. Vorteile sind oft private Gesundheitsversorgung, Sportkarten, Weiterbildungen, flexible Arbeitszeiten und manchmal spezielle Extras wie Entspannungszonen, kostenlose Mahlzeiten oder Bildungsgelder.
- Shared Service Center (SSC/BPO): Bieten häufig private Krankenversicherung, Sportkarten und Sprachtrainings, was die internationale Natur der Belegschaft widerspiegelt.
- Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Das Angebot an Benefits kann vielfältiger sein. Während obligatorische Leistungen immer bereitgestellt werden, hängen optionale Vorteile stark von der finanziellen Lage und der Unternehmenskultur ab. Private Krankenversicherung und Sportkarten werden auch in kleineren Unternehmen zunehmen, da sie im Wettbewerb um Talente relevant sind.
- Produktion und traditionelle Branchen: Bieten eventuell eher einfache Pakete, die sich auf die Pflichtleistungen konzentrieren und möglicherweise private medizinische Versorgung oder Lebensversicherung ergänzen.
Wettbewerbsfähige Benefits sind entscheidend, um qualifizierte Mitarbeitende in den meisten Sektoren anzuziehen und zu binden, besonders in großen Städten. Arbeitgeber sollten ihre Angebote am Branchenstandard und den lokalen Marktbedingungen messen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Kosten für Benefits stellen einen bedeutenden Anteil der Gesamtkopfpauschale dar und müssen bei der Personalkalkulation berücksichtigt werden.
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