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Telearbeit in Hongkong

Fernarbeit und flexible Arbeitsmöglichkeiten

Verstehen Sie die Regelungen und Richtlinien zur Remote-Arbeit in Hongkong.

Hongkong remote-work overview

Remote-Arbeit und flexible Arbeitsregelungen sind in Hong Kong zunehmend verbreitet, was die globalen Veränderungen in der Arbeitsweise und -ort widerspiegelt. Während traditionell die Büroarbeit nach wie vor üblich ist, erkunden und implementieren Unternehmen zunehmend verschiedene Formen der Flexibilität, um Talente zu gewinnen und zu halten, die Produktivität zu steigern und sich an veränderte Umstände anzupassen. Mit Blick auf 2026 entwickelt sich die Landschaft weiter, angetrieben durch technologische Fortschritte, Mitarbeitenerwartungen und die praktischen Erfahrungen der letzten Jahre.

Die Nuancen bei der Umsetzung von Remote- und flexiblen Arbeitsmodellen zu verstehen, erfordert ein klares Verständnis des lokalen Kontextes, einschließlich rechtlicher Überlegungen, gängiger Praktiken und der erforderlichen Infrastruktur. Arbeitgeber müssen die Einhaltung der Arbeitsgesetze und Datenschutzbestimmungen sicherstellen, während sie klare Richtlinien entwickeln, die sowohl den Geschäftsbedürfnissen als auch dem Wohlbefinden der Mitarbeitenden in diesen sich entwickelnden Arbeitsmodellen gerecht werden.

Vorschriften zum Remote Work und rechtlicher Rahmen

Das Arbeitsrecht von Hong Kong, hauptsächlich die Employment Ordinance, sieht keine spezifischen Bestimmungen vor, die ausdrücklich Remote-Arbeit regeln oder ein „Recht auf Homeoffice“ vorsehen. Bestehende Regelungen gelten jedoch weiterhin für Mitarbeitende, die remote arbeiten. Das Arbeitsverhältnis bleibt durch den Arbeitsvertrag und die allgemeinen Prinzipien der Employment Ordinance geregelt.

Wichtige Überlegungen sind:

  • Arbeitsverträge: Der Arbeitsort sollte idealerweise im Arbeitsvertrag spezifiziert werden. Wenn ein Mitarbeitender auf Remote-Arbeit umstellt, kann eine Ergänzung oder ein neuer Vertrag erforderlich sein, um diese Änderung widerzuspiegeln und spezifische Bedingungen für die Remote-Arbeit wie Arbeitszeiten, Ausstattung und Kommunikationsprotokolle zu regeln.
  • Arbeitszeiten und Ruhetage: Bestimmungen zu Arbeitszeiten, Ruhetagen und Feiertagen, wie sie in der Employment Ordinance und im Arbeitsvertrag festgelegt sind, gelten weiterhin für Remote-Mitarbeitende. Arbeitgeber müssen die Einhaltung sicherstellen, auch wenn die Überwachung schwieriger ist.
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz: Während die Occupational Safety and Health Ordinance primär die Pflicht des Arbeitgebers betrifft, die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeitenden am Arbeitsplatz (traditionell im Büro) zu gewährleisten, besteht dennoch eine generelle Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitenden, einschließlich derjenigen, die remote arbeiten. Dies kann die Bereitstellung von Leitlinien zum Aufbau eines sicheren Heimarbeitsplatzes umfassen.
  • Beendigung des Arbeitsverhältnisses: Die Regeln bezüglich Kündigung, einschließlich Kündigungsfristen und Abfindungs- oder Dienstzahlungen, bleiben für remote Mitarbeitende dieselben wie für im Büro Beschäftigte.

Arbeitgeber, die Remote-Arbeit erwägen oder umsetzen, sollten ihre Arbeitsverträge und Unternehmensrichtlinien prüfen und gegebenenfalls aktualisieren, um Remote-Arbeitsregelungen explizit zu regeln und Klarheit sowie rechtliche Konformität zu gewährleisten.

Optionen und Praktiken für flexible Arbeitsregelungen

Über das vollständige Remote-Arbeiten hinaus werden in Hong Kong verschiedene flexible Arbeitsarrangements praktiziert, die Mitarbeitenden mehr Kontrolle über ihre Arbeitszeit oder ihren Arbeitsort geben. Diese Regelungen werden typischerweise zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitendem vereinbart und meist in der Firmenpolitik oder in individuellen Vereinbarungen formalisiert.

Häufige flexible Arbeitsmöglichkeiten sind:

Regelungsart Beschreibung Typische Umsetzung
Hybride Arbeit Mitarbeitende teilen ihre Zeit zwischen Remote-Arbeit und Büroarbeitszeit. Festgelegte Tage im Büro/Remote oder Mitarbeitende wählen innerhalb von Richtlinien.
Flexible Arbeitszeiten Mitarbeitende haben eine gewisse Flexibilität bei der Wahl ihres Arbeitsbeginns und -endes, solange Kernarbeitszeiten eingehalten werden. Richtlinie, die Kernzeiten und Flexibilitätsgrenzen festlegt.
Gekürzte Arbeitswoche Mitarbeitende arbeiten die Vollzeitstunden in weniger als fünf Tagen. Vereinbarung über tägliche Arbeitsstunden und freie Tage.
Job Sharing Zwei oder mehr Teilzeitmitarbeitende teilen sich die Verantwortlichkeiten einer Vollzeitstelle. Formale Vereinbarung, die Verantwortlichkeiten und Stunden für jeden Mitarbeitenden beschreibt.

Die Einführung flexibler Regelungen erfordert klare Kommunikation, Vertrauen und robuste Leistungsmanagementsysteme. Richtlinien sollten Kriterien für die Berechtigung, Antragsverfahren, Erwartungen bezüglich Erreichbarkeit und die Messung der Leistung enthalten.

Datenschutz- und Privatsphäreüberlegungen für remote Mitarbeitende

Das Arbeiten im Homeoffice bringt spezifische Herausforderungen im Datenschutz und in der Privatsphäre im Rahmen des Personal Data (Privacy) Ordinance (PDPO) von Hong Kong mit sich. Arbeitgeber sind verantwortlich für die Ergreifung aller angemessen praktikablen Maßnahmen, um die Sicherheit der personenbezogenen Daten, die sie besitzen, zu gewährleisten, unabhängig davon, wo die Daten verarbeitet oder von Mitarbeitenden abgerufen werden.

Wesentliche Aspekte beim Remote-Arbeiten:

  • Datensicherheit: Arbeitgeber müssen angemessene technische und organisatorische Maßnahmen umsetzen, um personenbezogene Daten zu schützen, die von Remote-Mitarbeitenden abgerufen oder verarbeitet werden. Dazu gehören sichere Netzwerkzugänge (z.B. VPNs), Verschlüsselung, starke Passwortpolitik und sichere Speicherlösungen.
  • Gerätesicherheit: Richtlinien sollten den Einsatz persönlicher Geräte (BYOD) versus firmeneigener Ausrüstung regeln und Sicherheitsanforderungen für genutzte Geräte festlegen, inklusive Software-Updates, Antivirenschutz und Geräteverschlüsselung.
  • Physische Sicherheit: Remote-Arbeitende sollten darin geschult werden, die Wichtigkeit der Sicherung physischer Dokumente und Geräte in ihrer häuslichen Umgebung zu erkennen, um unbefugten Zugriff zu vermeiden.
  • Schulungen: Regelmäßige Schulungen für remote Mitarbeitende zu Datenschutzprinzipien, Unternehmensrichtlinien und Sicherheitsbest Practices sind essenziell, um Risiken zu minimieren.
  • Datenschutzrichtlinien: Unternehmensinterne Datenschutzrichtlinien sollten aktualisiert werden, um den Umgang mit Daten im Kontext von Remote-Arbeit widerzuspiegeln.

Arbeitgeber müssen klare Richtlinien aufstellen und die notwendigen Werkzeuge und Schulungen bereitstellen, um remote Mitarbeitende bei der sicheren Handhabung personenbezogener Daten zu unterstützen und die Anforderungen des PDPO einzuhalten.

Geräte- und Spesenabrechnungspolitik

Klare Richtlinien hinsichtlich der Bereitstellung von Geräten und der Erstattung von Ausgaben sind essenziell, um remote Mitarbeitende zu unterstützen und Fairness zu gewährleisten.

Häufige Ansätze:

  • Vom Unternehmen bereitgestellte Geräte: Viele Arbeitgeber stellen remote Mitarbeitenden notwendige Geräte wie Laptops, Monitore, Tastaturen und Mäuse zur Verfügung, um Standardisierung, Kompatibilität und eine leichtere Sicherheitsverwaltung zu gewährleisten.
  • Zuschüsse oder Beihilfen: Einige Unternehmen bieten einmalige Zuschüsse oder wiederkehrende Beihilfen an, um Mitarbeitende bei der Einrichtung ihres Heimarbeitsplatzes oder bei laufenden Kosten wie Internet oder Strom zu unterstützen.
  • Spesenabrechnung: Richtlinien können festlegen, welche spezifischen Ausgaben im Zusammenhang mit Remote-Arbeit (z.B. erforderliche Software, bestimmte Büromaterialien) erstattungsfähig sind, inklusive der erforderlichen Dokumentationsprozesse.
  • Internet- und Nebenkosten: Es ist weniger üblich, dass Arbeitgeber die Heiminternet- oder Nebenkosten vollständig übernehmen, sofern nicht explizit erforderlich oder vereinbart, doch einige Unternehmen bieten Teilzuschüsse oder Beihilfen an.

Richtlinien sollten klar definieren, welche Geräte bereitgestellt werden, welche Ausgaben erstattungsfähig sind, welche Grenzen oder Beihilfen bestehen und wie der Erstattungsantrag gestellt wird. Damit werden Unklarheiten vermieden und Mitarbeitende erhalten die nötigen Ressourcen, um ihre Aufgaben effektiv remote zu erledigen.

Technologie-Infrastruktur und Konnektivität für Remote-Arbeit

Hong Kong verfügt über eine hoch entwickelte Technologietransportinfrastruktur, die im Allgemeinen die weitverbreitete Remote-Arbeit unterstützt. Hochgeschwindigkeitsinternet ist in städtischen und Wohngebieten weit verbreitet verfügbar.

Wichtige technische Aspekte zur Unterstützung von Remote-Arbeit sind:

  • Internetverbindung: Hong Kong weist eine hohe Breitbanddurchdringung und wettbewerbsfähige Mobilfunkdatenpläne auf, was zuverlässigen Internetzugang für die meisten Bewohner gewährleistet.
  • Zusammenarbeitstools: Eine Vielzahl cloud-basierter Kollaborationsplattformen (Videoanrufe, Projektmanagement, Messaging) sind leicht verfügbar und werden von Unternehmen umfassend genutzt.
  • Cloud-Computing: Die Verfügbarkeit robuster Cloud-Infrastrukturen ermöglicht es Unternehmen, remote auf Anwendungen und Daten sicher zuzugreifen.
  • Cybersicherheitslösungen: Ein ausgereifter Markt für Cybersicherheitslösungen bietet zahlreiche Tools und Dienste zum Schutz von Remote-Verbindungen und Daten.

Obwohl die Infrastruktur grundsätzlich stark ist, müssen Arbeitgeber sicherstellen, dass einzelne Mitarbeitende über eine zuverlässige Internetverbindung verfügen, den Zugang zu notwendiger Software und sicheren Netzwerkverbindungen (wie VPNs) haben, um produktiv und sicher remote arbeiten zu können. Investitionen in geeignete Technologie und technische Unterstützung sind Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Remote-Arbeitsstrategie.

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