Das Navigieren durch die Komplexität des Arbeitsrechts ist für international tätige Unternehmen entscheidend. In Chile regeln Vorschriften zur Arbeitszeit das Arbeitsgesetzbuch, das klare Standards für tägliche und wöchentliche Stunden, Überstunden, Ruhezeiten und andere verwandte Aspekte festlegt. Das Verständnis und die Einhaltung dieser Regeln sind unerlässlich für die Compliance, die faire Behandlung der Mitarbeitenden und die Vermeidung potenzieller rechtlicher Probleme.
Das chilenische Arbeitsrecht wurde kürzlich geändert, um die Standardarbeitswoche schrittweise zu verkürzen. Arbeitgeber müssen sich über die aktuellen Anforderungen informieren, um Arbeitszeiten korrekt zu strukturieren und die Mitarbeitendenvergütung genau zu verwalten, insbesondere im Hinblick auf Überstunden und besondere Arbeitsbedingungen.
Standardarbeitszeiten und Arbeitswochenstruktur
Ab dem 26. April 2026 beträgt die maximale reguläre Arbeitswoche in Chile 42 Stunden. Dies ist Teil einer phasenweisen Reduzierung von 45 Stunden, die letztendlich bis zum 26. April 2028 auf 40 Stunden pro Woche sinken wird. Die 42 Stunden können auf keine weniger als fünf und keine mehr als sechs Tage pro Woche verteilt werden.
Die maximale tägliche reguläre Arbeitszeit beträgt in der Regel 10 Stunden. Die Verteilung der 42 Stunden kann jedoch flexibel gestaltet werden, sofern die durchschnittlichen Wochenstunden über einen Zeitraum von vier Wochen 42 nicht übersteigen.
| Standardarbeitswochenlimit | Maximale tägliche reguläre Stunden | Minimale Arbeitstage pro Woche | Maximale Arbeitstage pro Woche |
|---|---|---|---|
| 42 Stunden | 10 Stunden | 5 Tage | 6 Tage |
Vorschriften zu Überstunden und Vergütung
Überstunden sind in Chile unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt und müssen schriftlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden. Überstunden sind grundsätzlich nur erlaubt, wenn sie notwendig sind, um vorübergehende Situationen oder dringende Bedürfnisse des Unternehmens zu bewältigen.
Die maximale zulässige Überstundenanzahl beträgt zwei Stunden pro Tag. Überstunden müssen mit einem Zuschlag von mindestens 50% auf den regulären Stundenlohn des Mitarbeiters vergütet werden. Das bedeutet, jede Überstunde wird mit dem 1,5-fachen des regulären Satzes bezahlt.
| Überstundenlimit (täglich) | Mindestüberstundenvergütungssatz |
|---|---|
| 2 Stunden | 50% Zuschlag (1,5x regulärer Satz) |
Überstundenstunden sind separat zu erfassen, und die Vergütung muss deutlich auf der Gehaltsabrechnung des Mitarbeiters ausgewiesen werden.
Ruhezeiten und Pausenansprüche
Das chilenische Recht schreibt spezielle Ruhezeiten für Mitarbeitende vor. Eine tägliche minimale Pause für Mittagessen oder Erholung ist erforderlich, die nicht kürzer als 30 Minuten sein darf. Diese Pause gilt grundsätzlich nicht als Teil des Arbeitstages, was bedeutet, dass der Mitarbeiter während dieser Zeit nicht bezahlt wird.
Zusätzlich zur täglichen Pause haben Mitarbeitende Anspruch auf eine wöchentliche Ruhezeit. Diese muss mindestens 48 zusammenhängende Stunden umfassen und Sonntag einschließen. Für Mitarbeitende, die aufgrund ihrer Arbeit an Sonntagen oder Feiertagen tätig sind, sind Ausgleichstage erforderlich.
| Art der Ruhezeit | Mindestdauer | In den Arbeitstag eingeschlossen? |
|---|---|---|
| Tagespause | 30 Minuten | In der Regel Nein |
| Wochenruhe | 48 aufeinanderfolgende Stunden | Ja |
Regeln für Nachtschicht- und Wochenendarbeit
Arbeiten während der Nacht (in der Regel zwischen 21 Uhr und 6 Uhr) oder an Wochenenden (insbesondere Sonntag) und öffentlichen Feiertagen kann besondere Überlegungen erfordern, obwohl die üblichen Überstundenregelungen gelten, wenn die Stunden die regulären Grenzen überschreiten.
Mitarbeitende, die regelmäßig an Sonntagen und Feiertagen arbeiten, haben in der Regel Anspruch auf Ausgleichstage in der Woche. Das Gesetz soll sicherstellen, dass Mitarbeitende ausreichend Ruhezeit erhalten, unabhängig von ihrem Arbeitsplan. Bestimmte Branchen oder Rollen können unterschiedliche Regelungen für Nacht- und Wochenendarbeit haben, die häufig durch Tarifverträge festgelegt werden.
Verpflichtungen zur Arbeitszeiterfassung
Arbeitgeber in Chile sind gesetzlich verpflichtet, genaue Aufzeichnungen über die Arbeitsstunden ihrer Mitarbeitenden zu führen. Dazu gehören reguläre Stunden, Überstunden und Ruhezeiten. Die primäre Methode der Arbeitszeiterfassung erfolgt über eine Zeiterfassung oder ein elektronisches Zeiterfassungssystem.
Der Nachweis muss die genaue Zeit anzeigen, zu der jeder Mitarbeitende täglich seine Arbeit beginnt und beendet. Diese Dokumentation ist entscheidend, um die Einhaltung der Arbeitszeitgrenzen, Überstundenregelungen und Ruhezeitansprüche nachzuweisen. Diese Aufzeichnungen müssen den Arbeitsbehörden auf Verlangen vorgelegt werden können. Das Versäumnis, ordnungsgemäße Arbeitszeiterfassung zu führen, kann erhebliche Strafen für den Arbeitgeber nach sich ziehen.
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