Die rechtliche Rahmengebung in der Mongolei bietet einen umfassenden Schutz für Arbeitnehmer, der darauf ausgelegt ist, eine faire Behandlung, sichere Arbeitsbedingungen und klare Verfahren für Beschäftigungsverhältnisse zu gewährleisten. Diese Vorschriften werden hauptsächlich durch das Arbeitsgesetz der Mongolei und verwandte Gesetze geregelt, die die Rechte und Pflichten von sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern im Land festlegen.
Das Verständnis und die Einhaltung dieser Arbeitgesetze sind für jedes Unternehmen, das in der Mongolei tätig ist oder Personen beschäftigt, von entscheidender Bedeutung. Die Compliance sichert die rechtliche Stellung, fördert positive Arbeitnehmer-Beziehungen und trägt zu einer stabilen und produktiven Belegschaft bei. Der Rahmen deckt verschiedene Aspekte der Beschäftigung ab, vom ursprünglichen Vertrag bis hin zur Beendigung und Streitbeilegung.
Kündigungsrechte und -verfahren
Arbeitsverträge in der Mongolei können unter bestimmten gesetzlich festgelegten Umständen gekündigt werden. Diese umfassen gegenseitige Zustimmung, Ablauf eines befristeten Vertrags, Initiative des Arbeitnehmers, Initiative des Arbeitgebers oder andere gesetzlich vorgeschriebene Gründe. Eine Kündigung durch den Arbeitgeber muss auf gültigen Gründen basieren, wie z.B. schwerwiegendem Fehlverhalten, wiederholten Pflichtverletzungen oder organisatorischen Änderungen, die eine Redundanz verursachen.
Wenn ein Arbeitgeber einen Arbeitsvertrag kündigt, sind spezifische Kündigungsfristen einzuhalten, die vom Beschäftigungsdauer abhängen. Das Versäumen, die korrekte Kündigungsfrist oder ggf. Abfindungszahlungen zu leisten, kann rechtliche Herausforderungen und Strafen nach sich ziehen.
| Dauer der Beschäftigung | Mindestkündigungsfrist |
|---|---|
| Weniger als 6 Monate | 2 Wochen |
| 6 Monate bis 5 Jahre | 1 Monat |
| Mehr als 5 Jahre | 2 Monate |
Abfindungen sind meist in Fällen von Redundanz oder kündigungsgesteuerter Beendigung aus Gründen, die nicht in der Verantwortung des Arbeitnehmers liegen, erforderlich. Die Höhe richtet sich üblicherweise nach der Dauer der Beschäftigung.
Anti-Diskriminierungsgesetze und Durchsetzung
Das mongolische Recht untersagt Diskriminierung im Beschäftigungsbereich aufgrund verschiedener geschützter Merkmale. Arbeitgeber sind verpflichtet, gleiche Chancen bei Einstellung, Beförderung, Schulung und allen anderen Aspekten der Beschäftigung zu bieten. Diskriminierung aus diesen Gründen ist illegal und kann rechtlich verfolgt werden.
Geschützte Merkmale umfassen, sind aber nicht beschränkt auf:
- Rasse
- Ethnie
- Nationalität
- Geschlecht
- Alter
- Soziale Herkunft oder Status
- Familienstand
- Eigentumsverhältnisse
- Mitgliedschaft in Gewerkschaften oder politischen Parteien
- Religion oder Überzeugung
- Gesundheitszustand
- sexuelle Orientierung
- Behinderung
Die Durchsetzung der Anti-Diskriminierungsgesetze erfolgt durch Arbeitsinspektionen und das Gerichtssystem. Arbeitnehmer, die Diskriminierung erfahren haben, können Beschwerden bei den zuständigen Behörden einreichen oder rechtliche Schritte einleiten.
Arbeitsbedingungen Standards und Regelungen
Das Arbeitsgesetz legt Standards für Arbeitszeiten, Pausen, Feiertage und Urlaubsansprüche fest. Die reguläre Arbeitswoche beträgt in der Regel 40 Stunden, verteilt auf fünf Tage. Überstunden sind unter bestimmten Bedingungen gestattet, unterliegen jedoch Grenzwerten und erfordern eine erhöhte Vergütung.
Wesentliche Standards für Arbeitsbedingungen umfassen:
- Maximale Wochenstunden: In der Regel 40 Stunden.
- Tägliche Pausen: Mindestens 12 Stunden zwischen Arbeitstagen.
- Wöchentliche Ruhezeit: Mindestens 48 aufeinanderfolgende Stunden Ruhe pro Woche.
- Jahresurlaub: Arbeitnehmer haben Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub, dessen Dauer mit der Beschäftigungsdauer zunimmt.
- Öffentliche Feiertage: Arbeitnehmer haben Anspruch auf bezahlten Urlaub an offiziellen Feiertagen.
- Mindestlohn: Ein nationaler Mindestlohn ist festgelegt und wird regelmäßig überprüft.
Arbeitgeber müssen diese Standards einhalten und genaue Aufzeichnungen über Arbeitszeiten und Urlaub führen.
Arbeitsschutz- und Sicherheitsanforderungen
Arbeitgeber haben die gesetzliche Verpflichtung, eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung für ihre Arbeitnehmer zu gewährleisten. Dazu gehört die Identifikation und Minderung von Gefahren, die Bereitstellung notwendiger Sicherheitsausrüstung, die Durchführung von Sicherheitsschulungen sowie die Festlegung von Verfahren zur Verhinderung und Reaktion bei Unfällen.
Wesentliche Verantwortlichkeiten des Arbeitgebers umfassen:
- Durchführung von Risikobewertungen.
- Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen und -kontrollen.
- Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) kostenfrei.
- Sicherstellung, dass Maschinen und Geräte sicher sind.
- Bereitstellung von Erste-Hilfe-Einrichtungen.
- Untersuchung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.
- Führung relevanter Aufzeichnungen im Zusammenhang mit Gesundheit und Sicherheit.
Auch Arbeitnehmer haben Pflichten, Sicherheitsvorschriften zu befolgen und Gefahren zu melden. Arbeitsinspektoren sind verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften und können Strafen bei Verstößen verhängen.
Streitbeilegungsmechanismen
Arbeitsplatzstreitigkeiten in der Mongolei können aus verschiedenen Gründen entstehen, einschließlich Vertragsbedingungen, Löhnen, Arbeitsbedingungen oder Beendigung. Verschiedene Mechanismen stehen zur Streitbeilegung zur Verfügung.
- Interne Lösung: Oft ist der erste Schritt, das Problem direkt zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber oder durch interne Unternehmensverfahren zu klären.
- Arbeitsgerichtliche Schlichtung: Für individuelle Arbeitsstreitigkeiten kann eine Arbeitsstreitkommission innerhalb der Organisation (falls eingerichtet) oder auf lokaler Regierungsebene das Verfahren hören und eine Entscheidung treffen.
- Arbeitsinspektorat: Die Staatliche Berufsinspektionseinrichtung, einschließlich ihrer Abteilung für Arbeitsinspektion, überwacht die Einhaltung der Arbeitgesetze und kann Beschwerden untersuchen sowie Streitigkeiten vermitteln.
- Gerichtssystem: Falls eine Streitigkeit nicht anderweitig beigelegt werden kann, können beide Parteien Klage bei den Zivilgerichten erheben. Gerichte entscheiden über individuelle und kollektive Arbeitsstreitigkeiten und können Abhilfe anordnen, z.B. Wiedereinstellung oder Entschädigung.
Arbeitnehmer haben das Recht, ihre Ansprüche über diese Kanäle geltend zu machen, falls ihre Rechte verletzt wurden.
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