Remote-Arbeit und flexible Arbeitsvereinbarungen sind in Kenia zunehmend verbreitet und verändern traditionelle Arbeitsmodelle. Dieser Wandel wird durch technologische Fortschritte, sich ändernde Mitarbeitenerwartungen und globale Trends hin zu mehr Flexibilität am Arbeitsplatz vorangetrieben. Während Unternehmen in Kenia sich an diese neuen Paradigmen anpassen, ist es entscheidend, die rechtlichen Rahmenbedingungen, praktische Überlegungen und technologischen Anforderungen zu verstehen, um eine erfolgreiche Umsetzung und Verwaltung von Remote- und flexiblen Teams sicherzustellen.
Die Komplexitäten bei der Beschäftigung von Personen remote oder flexibel in Kenia erfordern eine sorgfältige Beachtung der lokalen Arbeitsgesetze, Datenschutzbestimmungen und betrieblicher Best Practices. Arbeitgeber müssen die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sicherstellen und gleichzeitig ein produktives und unterstützendes Umfeld für ihre verteilte Belegschaft fördern. Dieser Leitfaden gibt einen Überblick über zentrale Aspekte, die für Remote- und flexible Arbeit in Kenia im Jahr 2026 zu berücksichtigen sind.
Regulations zur Remote-Arbeit und rechtlicher Rahmen
Während die kenianischen Arbeitsgesetze hauptsächlich traditionelle Arbeitsverhältnisse regeln, bietet der bestehende Rahmen eine Basis für die Regelung von Remote- und flexibler Arbeit. Das Employment Act, 2007, sowie andere relevante Gesetzgebungen regeln Aspekte wie Arbeitszeiten, Urlaub, Kündigung und Arbeitssicherheit, die bei der Umsetzung von Remote-Arrangements berücksichtigt werden müssen. Es gibt kein spezielles eigenständiges Gesetz, das ausschließlich der Remote-Arbeit gewidmet ist, aber die bestehenden Vorschriften finden Anwendung.
Arbeitgeber sind grundsätzlich verpflichtet, eine sichere Arbeitsumgebung bereitzustellen, was auch die Arbeit von Zuhause einschließt. Dies erfordert, dass Arbeitgeber den Remote-Arbeitsplatz berücksichtigen und gegebenenfalls Unterstützung oder Orientierung bieten, um Sicherheitsstandards zu erfüllen. Arbeitsverträge sollten die Bedingungen der Remote-Arbeit klar definieren, einschließlich des Arbeitsortes, der Arbeitszeiten, Kommunikationprotokolle und Leistungsanforderungen.
Wichtige Überlegungen umfassen:
- Arbeitsverträge: Klare Festlegung der Bedingungen für Remote-Arbeit, einschließlich Ort, Arbeitszeiten, Verantwortlichkeiten und Berichtslinien.
- Arbeitszeiten: Einhaltung gesetzlicher Grenzen für Arbeitsstunden und Regelungen für Überstunden, auch bei flexiblen Vereinbarungen.
- Arbeitssicherheit und Gesundheit: Obwohl die Überwachung remote schwierig sein kann, besteht dennoch eine Fürsorgepflicht. Richtlinien sollten die Sicherheit bei der Remote-Arbeit behandeln.
- Nichtdiskriminierung: Remote-Arbeitsrichtlinien müssen fair angewandt werden und dürfen keine Mitarbeitendengruppen diskriminieren.
- Kündigung: Die üblichen arbeitsrechtlichen Bestimmungen zur Kündigung gelten auch für remote Beschäftigte.
Optionen und Praktiken für flexible Arbeitsarrangements
Flexible Arbeit umfasst verschiedene Modelle über die Vollzeit-Remote-Arbeit hinaus. Arbeitgeber in Kenia setzen zunehmend auf unterschiedliche Vereinbarungen, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten, Work-Life-Balance zu verbessern und die Produktivität zu steigern.
Gängige flexible Arbeitsoptionen sind:
| Arrangements-Typ | Beschreibung | Typische Umsetzung in Kenia |
|---|---|---|
| Vollständige Remote-Arbeit | Mitarbeitende arbeiten komplett von einem Ort außerhalb des traditionellen Büros. | Häufig bei Rollen, die keine physische Präsenz erfordern; oft global. |
| Hybrides Arbeiten | Mitarbeitende teilen sich die Zeit zwischen remote Arbeiten und Büroumgebung. | Zunehmend beliebt; oft mit festgelegten Bürotagen. |
| Flexible Arbeitszeiten | Mitarbeitende können Start- und Endzeiten flexibel wählen. | Oft in Kombination mit remote oder hybrid; klare Kernarbeitszeiten erforderlich. |
| Gekürzte Arbeitswoche | Mitarbeitende arbeiten Vollzeitstunden in weniger als fünf Tagen. | Weniger verbreitet, aber in einigen Branchen im Aufschwung. |
| Job Sharing | Zwei oder mehr Teilzeitmitarbeitende teilen sich die Verantwortung für eine Vollzeitstelle. | Wird bei spezifischen Rollen mit Kontinuitäts- oder Spezialkompetenz genutzt. |
Die Implementierung flexibler Arrangements erfordert klare Policies, effektive Kommunikationsmittel und eine Kultur des Vertrauens und der Verantwortlichkeit. Leistungsmanagementsysteme müssen möglicherweise an Outcomes statt an Anwesenheit ausgerichtet werden.
Datenschutz- und Privatsphäreüberlegungen für remote Mitarbeitende
Das Kenyan Data Protection Act, 2019, regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten und ist für die Remote-Arbeit äußerst relevant. Arbeitgeber, die Mitarbeitende- oder Kundendaten verarbeiten, müssen die Compliance sicherstellen, unabhängig vom Arbeitsort des Mitarbeitenden. Remote-Arbeit bringt spezifische Herausforderungen im Hinblick auf Datensicherheit und Privatsphäre mit sich.
Arbeitgeber sollten robuste Maßnahmen zum Schutz der Daten umsetzen, die von remote Mitarbeitenden zugänglich und verarbeitet werden. Dazu gehören:
- Sicherer Zugang: Nutzung von Virtual Private Networks (VPNs), sicheren Anmeldungen und Multi-Faktor-Authentifizierung.
- Gerätesicherheit: Sicherstellung, dass Remote-Geräte (Laptops, Telefone) durch Verschlüsselung, starke Passwörter und aktuelle Sicherheitssoftware geschützt sind.
- Richtlinien zum Umgang mit Daten: Klare Leitlinien für Mitarbeitende zur Handhabung sensibler Daten im Home-Office.
- Schulungen: Mitarbeitende über Best Practices im Datenschutz und die Risiken beim Remote-Arbeiten informieren (z. B. öffentliches WLAN).
- Vorfallmanagement: Einen Plan für Datenschutzverletzungen oder Sicherheitsvorfälle bei remote Beschäftigten haben.
Mitarbeitende tragen ebenfalls Verantwortung, Firmendaten zu schützen und Privatsphärenrichtlinien beim remote Arbeiten einzuhalten.
Geräte- und Erstattungspolitik
Eine klare Policy für die Bereitstellung von Geräten und Kostenerstattung ist für Remote-Arbeit essenziell. Arbeitgeber müssen entscheiden, ob sie notwendige Ausstattung (Laptops, Monitore, Tastaturen usw.) bereitstellen oder erwarten, dass Mitarbeitende eigene Geräte (Bring Your Own Device – BYOD) verwenden.
Wenn Mitarbeitende persönliche Geräte nutzen, sollten Policies die Kompatibilität, Sicherheitsstandards und Wartung regeln. Bei Bereitstellung von Geräten muss der Arbeitgeber Beschaffung, Verteilung, Wartung und Rückgabe organisieren.
Häufige Kostenüberlegungen sind:
- Internetkosten: Erstattung eines Teils oder der Gesamtkosten für das Internet zuhause.
- Nebenkosten: Beitrag zu erhöhten Stromkosten.
- Büromaterial: Übernahme von Kosten für Schreibwaren, Druckertinte usw.
- Ergonomische Ausstattung: Mögliche Unterstützung oder Bereitstellung von ergonomischen Möbeln oder Zubehör.
Policies sollten eindeutig festlegen, welche Ausgaben erstattet werden, wie der Erstattungsprozess verläuft und etwaige Obergrenzen.
Technische Infrastruktur und Konnektivität für Remote-Arbeit
Zuverlässige technische Infrastruktur und Internetverbindung sind grundlegende Voraussetzungen für Remote-Arbeit in Kenia. Während in städtischen Gebieten oft eine gute Internetversorgung (Glasfaser, mobiles Datennetz) vorhanden ist, kann die Konnektivität in einigen ländlichen Regionen unregelmäßig oder teuer sein.
Arbeitgeber sollten berücksichtigen:
- Internet-Zugang: Sicherstellen, dass Mitarbeitende Zugang zu stabilem, ausreichend schnellem Internet haben. Hierfür können Zuschüsse oder Empfehlungen zu Dienstanbietern erfolgen.
- Hardware: Mindestanforderungen an Computer, Webcams, Headsets und andere Peripheriegeräte vorgeben oder bereitstellen.
- Software und Tools: Implementierung von Kollaborationsplattformen (z. B. Microsoft Teams, Slack), Projektmanagement-Tools, Videokonferenzsoftware und sicheren Zugriffssystemen (VPNs).
- IT-Unterstützung: Effektive Fern-IT-Unterstützung etablieren, um technische Probleme schnell zu beheben.
- Cybersicherheit: Firewalls, Antivirensoftware und regelmäßige Sicherheitsupdates auf allen verwendeten Geräten implementieren.
Investitionen in passende Technologien und eine stabile Konnektivität sind entscheidend, um Produktivität, Kommunikation und Sicherheit im Remote-Work-Setup zu gewährleisten.
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