Verwaltung der Urlaubsansprüche von Mitarbeitenden
Die Verwaltung der Urlaubsansprüche von Mitarbeitenden ist ein entscheidender Aspekt für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden bei Unternehmen, die in Irland tätig sind. Das irische Arbeitsrecht bietet einen Rahmen von gesetzlichen Mindestansprüchen, der verschiedene Arten von Urlaub abdeckt, einschließlich Jahresurlaub, Feiertagen, Krankheitsurlaub und unterschiedlichen Formen des Elternurlaubs. Das Verständnis dieser Anforderungen ist für Arbeitgeber essenziell, um ihre gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen und faire sowie einheitliche Praktiken aufrechtzuerhalten.
Die Einhaltung dieser Vorschriften fördert ein positives Arbeitsumfeld und stellt sicher, dass Mitarbeitende ihren gesetzlichen Anspruch auf Freizeit erhalten. Arbeitgeber müssen wissen, wie Urlaub angesammelt wird, welche Zahlungsverpflichtungen während des Urlaubs bestehen und welche spezifischen Bedingungen mit den verschiedenen Urlaubsarten verbunden sind, um ihre Belegschaft in Irland effektiv zu verwalten.
Jahresurlaub
Mitarbeitende in Irland haben Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub. Der minimale gesetzliche Anspruch beträgt vier Arbeitstage pro Urlaubsjahr für Mitarbeitende, die vollzeitbeschäftigt sind. Dieser Anspruch basiert auf der Dauer der Beschäftigung.
Der Urlaub kann auf mehrere Arten berechnet werden, wobei die größere gilt:
- Vier Arbeitstage in einem Urlaubsjahr, wenn der Mitarbeitende mindestens 1.365 Stunden in diesem Jahr gearbeitet hat (es sei denn, es ist ein Urlaubsjahr, in dem das Arbeitsverhältnis geändert wird).
- Ein Drittel einer Arbeitstag pro Kalendermonat, in dem der Mitarbeitende mindestens 117 Stunden gearbeitet hat.
- 8 % der Stunden, die ein Mitarbeitender in einem Urlaubsjahr gearbeitet hat (begrenzt auf maximal vier Arbeitstage).
Teilzeitbeschäftigte haben ebenfalls Anspruch auf Jahresurlaub, der anteilig nach der Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden berechnet wird. Feiertage sind vom Jahresurlaubsanspruch getrennt. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass Mitarbeitende ihren gesetzlichen Jahresurlaub innerhalb des entsprechenden Urlaubsjahres oder innerhalb von sechs Monaten nach Ende dieses Jahres nehmen.
Feiertage
Irland beobachtet im Verlauf des Jahres eine Reihe von Feiertagen. Für 2026 sind die üblichen gesetzlichen Feiertage:
| Datum | Feiertag |
|---|---|
| 1. Januar | Neujahrstag |
| 2. Februar | St. Brigid's Day |
| 17. März | St. Patrick's Day |
| 6. April | Ostermontag |
| 4. Mai | Maifeiertag |
| 1. Juni | Junibankfeiertag |
| 3. August | Augustbankfeiertag |
| 26. Oktober | Oktoberbankfeiertag |
| 25. Dezember | Weihnachten |
| 26. Dezember | Stephanstag |
Hinweis: Der Februarbankfeiertag wird am ersten Montag im Februar gefeiert, es sei denn, der St. Brigid's Day (1. Februar) fällt auf einen Freitag, dann wird er am 1. Februar gefeiert.
Für jeden Feiertag haben berechtigte Mitarbeitende Anspruch auf eine der folgenden Optionen:
- Einen bezahlten freien Tag am Feiertag.
- Einen zusätzlichen Tag Jahresurlaub.
- Einen zusätzlichen Tagessalär.
- Einen bezahlten freien Tag innerhalb eines Monats nach dem Feiertag.
Der konkrete Anspruch hängt oft davon ab, ob der Mitarbeitende an dem Tag, an dem der Feiertag fällt, normalerweise arbeitet.
Policies und Bezahlung bei Krankheitsurlaub
Irland hat ein gesetzliches Krankengeldsystem (SSP), das schrittweise innerhalb von vier Jahren eingeführt wird. Ab 2026 beträgt der Anspruch sieben Tage bezahlten Krankheitsurlaubs pro Jahr. Im Jahr 2027 wird dieser auf zehn Tage erhöht.
Um Anspruch auf SSP zu haben, muss ein Mitarbeitender:
- Mindestens 13 Wochen beim Arbeitgeber beschäftigt sein.
- Einen ärztlichen Nachweis vorlegen.
Das gesetzliche Krankengeld wird vom Arbeitgeber mit einer Rate von 70 % des regulären Tagesverdienstes des Mitarbeitenden gezahlt, wobei eine tägliche Maximalgrenze gilt. Das Jahr für SSP läuft ab dem Tag, an dem der Mitarbeitende die Beschäftigung aufnimmt. Sobald die gesetzliche Anspruchsdauer ausgeschöpft ist, kann der Mitarbeitende Anspruch auf Krankengeld (Illness Benefit) von der Sozialversicherungsbehörde haben, sofern ausreichende PRSI-Beiträge vorliegen.
Elternurlaub
Das irische Recht sieht verschiedene Arten von Elternurlaub vor, darunter Mutterschafts-, Vaterschaft- und Adoptionsurlaub.
Mutterschaftsurlaub
Schwangere Mitarbeitende haben Anspruch auf 26 Wochen regulären Mutterschaftsurlaub sowie weiteren 16 Wochen unbezahlten zusätzlichen Mutterschaftsurlaub.
- Regulärer Mutterschaftsurlaub: 26 Wochen, meist beginnend zwei bis vier Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin.
- Zusätzlicher Mutterschaftsurlaub: Bis zu 16 Wochen, unmittelbar nach dem regulären Mutterschaftsurlaub.
Der Mutterschaftsurlaub wird nicht vom Arbeitgeber bezahlt; berechtigte Mitarbeitende können beim Department of Social Protection eine Mutterschaftsleistung (Maternity Benefit) beantragen, abhängig von PRSI-Beiträgen.
Vaterschaftsurlaub
Väter und Partner haben Anspruch auf zwei Wochen Vaterschaftsurlaub innerhalb der ersten sechs Monate nach der Geburt oder Adoption eines Kindes.
- Vaterschaftsurlaub: 2 aufeinanderfolgende Wochen.
Wie beim Mutterschaftsurlaub ist der Vaterschaftsurlaub unbezahlter Natur. Berechtigte können beim Department of Social Protection einen Vaterschaftsbonus (Paternity Benefit) beantragen, abhängig von PRSI-Beiträgen.
Adoptionsurlaub
Ein Elternteil in einer Partnerschaft oder ein allein adopierter männlicher Elternteil hat Anspruch auf 26 Wochen regulären Adoptionsurlaub sowie weiteren 16 Wochen unbezahlten zusätzlichen Adoptionsurlaub.
- Regulärer Adoptionsurlaub: 26 Wochen.
- Zusätzlicher Adoptionsurlaub: Bis zu 16 Wochen, unmittelbar nach dem regulären Adoptionsurlaub.
Adoptionsleistungen (Adoptive Benefit) sind beim Department of Social Protection für berechtigte Personen erhältlich.
Elternurlaub (Elternzeit)
Unabhängig davon haben Eltern Anspruch auf unbezahlten Elternurlaub, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Derzeit besteht ein Anspruch auf 26 Wochen unbezahlten Urlaub pro Kind, der bis zum 12. Geburtstag des Kindes (bzw. 16. Geburtstag bei Kinder mit Behinderung oder langfristiger Erkrankung) genommen werden kann. Dieser Urlaub kann als zusammenhängender Block oder in kleineren Abschnitten genommen werden, sofern eine Zustimmung des Arbeitgebers vorliegt.
Weitere Urlaubsarten
Neben den Hauptkategorien erkennt das irische Recht sowie die gängige Praxis weitere Urlaubsarten an:
- Force Majeure Leave: Bezahlter Urlaub aus dringenden familiären Gründen aufgrund von Verletzungen oder Krankheiten eines nahen Familienmitglieds, bei dem die unmittelbare Anwesenheit des Mitarbeitenden unerlässlich ist. Begrenzt auf 3 Tage innerhalb von 12 Monaten oder 5 Tage innerhalb von 36 Monaten.
- Beileidsurlaub (Befreiung bei Todesfall): Zwar besteht kein gesetzlicher Anspruch auf bezahlten Beileidsurlaub, jedoch gewähren die meisten Arbeitgeber einen bezahlten Urlaub nach dem Tod eines nahen Familienmitglieds. Die Dauer variiert nach Unternehmenspolitik.
- Geschworenenpflicht: Mitarbeitende, die zum Geschworenendienst geladen sind, sind gesetzlich verpflichtet, daran teilzunehmen. Arbeitgeber sind rechtlich nicht verpflichtet, während des Geschworenendienstes zu zahlen, aber viele tun es trotzdem. Geschworene können Anspruch auf Verdienstausfall bei der Staatskasse haben.
- Studienurlaub: Es besteht kein allgemeiner gesetzlicher Anspruch auf bezahlten Studienurlaub, jedoch können einzelne Arbeitsverträge oder Kollektivvereinbarungen dies vorsehen. Mitarbeitende, die an zugelassenen Bildungs- oder Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, könnten je nach Gesetzgebung besondere Ansprüche haben.
- Sabbatical: Dies ist typischerweise eine längere unbezahlte Urlaubszeit, die zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitendem vereinbart wird, häufig für persönliche Entwicklung, Reisen oder Erholung. Es besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Sabbatical.
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