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Internationale Arbeitsgesetze

13 Minuten Lesezeit

Verstehen und Einhaltung der niederländischen Arbeitsgesetze (Update 2026)

Veröffentlicht am:

Apr 18, 2024

Aktualisiert am:

Jan 13, 2026

Rivermate | Verstehen und Einhaltung der niederländischen Arbeitsgesetze (Update 2026)

Telearbeit wird in den Niederlanden zunehmend verbreitet, insbesondere aufgrund der COVID-19-Pandemie. Es ist jedoch wichtig, dass sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer die geltenden Arbeitsgesetze für die remote Arbeit verstehen. Diese Gesetze decken verschiedene Aspekte ab, wie Arbeitsstunden, Überstunden, Datenschutz, Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden sowie Diskriminierung. Die Einhaltung dieser Gesetze ist entscheidend, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Ein wichtiger Aspekt der niederländischen Arbeitsgesetze ist die maximale Anzahl an Arbeitsstunden pro Woche, die für Vollzeitbeschäftigte 40 Stunden beträgt. Teilzeitbeschäftigte können weniger Stunden arbeiten. Es ist essenziell für remote Arbeitende, diese Vorschriften einzuhalten, und Überstunden müssen entweder durch zusätzliches Gehalt oder durch Freizeit ausgeglichen werden.

Datenschutz ist ein weiterer bedeutender Punkt bei der remote Arbeit. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass remote workers Zugriff auf sichere Systeme haben und Datenschutzprotokolle einhalten, um sensible Informationen zu schützen. Außerdem besteht eine gesetzliche Verpflichtung, eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung für remote Arbeitende bereitzustellen, inklusive notwendiger Ausrüstung und Unterstützung.

Diskriminierung am Arbeitsplatz ist strikt verboten. Arbeitgeber müssen remote Arbeitende gleich behandeln und Beschwerden umgehend bearbeiten. Das Verständnis und die Einhaltung dieser Arbeitsgesetze sind entscheidend für eine erfolgreiche Remote-Work-Strategie.

Im Zuge der COVID-19-Pandemie haben viele Unternehmen in den Niederlanden auf remote Arbeit umgestellt. Dieser Wandel wirft jedoch neue rechtliche Überlegungen auf. Die niederländischen Arbeitsgesetze hinsichtlich Arbeitsstunden und Überstunden gelten auch bei remote Arbeit weiterhin. Arbeitgeber müssen alle Überstunden, die über die 40-Stunden-Grenze hinausgehen, überwachen und vergüten.

Der Begriff des Arbeitsplatzes ändert sich ebenfalls bei remote Arbeit, wobei das Zuhause oder ein anderer gewählter Ort des Mitarbeitenden zum Arbeitsplatz wird. Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht und sollten Anleitungen zur Schaffung eines sicheren und ergonomischen Arbeitsplatzes zu Hause bereitstellen. Auch die Verantwortlichkeiten im Bereich Gesundheit und Sicherheit bleiben bestehen, wobei Arbeitgeber für Unterstützung und Klärung von etwaigen Anliegen sorgen müssen.

Remote-Arbeitsvereinbarungen erfordern, dass beide Parteien ihre Verpflichtungen erfüllen und die Arbeitsgesetze einhalten. Arbeitgeber haben das Recht, die Erfüllung der Arbeit zu fordern, und die Verpflichtung, notwendige Ressourcen bereitzustellen, während Mitarbeitende das Recht auf eine sichere Arbeitsumgebung und faire Bezahlung haben. Die Einhaltung der niederländischen Arbeitsgesetze ist unerlässlich, und eine klare Kommunikation bezüglich Rechte und Pflichten ist entscheidend.

Remote Arbeit wirft auch wichtige Fragen zum Datenschutz und zur Sicherheit auf. Mitarbeitende, die persönliche Geräte und Netzwerke für den Zugriff auf Firmendaten verwenden, erhöhen das Risiko von Datenschutzverletzungen und unbefugtem Zugriff. Die Vertraulichkeit sensibler Unternehmensinformationen in Remote-Umgebungen ist ebenfalls ein Anliegen.

Die Niederlande verfügen über spezifische Datenschutzgesetze, wie die Allgemeine Datenschutzverordnung (GDPR), die auch bei remote Arbeit gelten. Es sind angemessene Maßnahmen zum Schutz der persönlichen Daten der Mitarbeitenden erforderlich, einschließlich klarer Richtlinien und Schulungen zu Datenschutz und Sicherheit. Strategien und Verfahren für Vorfallsmanagement und Datenschutzverletzungen sind ebenso wichtig.

Um das Wohlbefinden der remote Arbeitenden sicherzustellen, müssen Unternehmen in den Niederlanden Gesundheit und Sicherheit priorisieren. Dazu gehören Risikoanalysen, die Bereitstellung ergonomischer Ausrüstung und Unterstützung für psychische Gesundheit sowie der Zugang zu relevanten Informationen und Schulungen. Regelmäßige Kommunikation und Feedback sind ebenfalls unerlässlich, ebenso wie die Dokumentation der umgesetzten Maßnahmen im Bereich Gesundheit und Sicherheit.

Remote Arbeit kann Herausforderungen bei der Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben hinsichtlich Diskriminierung und Chancengleichheit mit sich bringen. Arbeitgeber müssen faire und nicht-diskriminierende Einstellungsverfahren nutzen und Ressourcen sowie Unterstützung für remote Arbeitende bereitstellen. Gleicher Zugang zu Chancen sowie die Förderung von Inklusion und Zusammenarbeit sind wichtige Schritte, um die niederländischen Gesetze in Remote-Szenarien einzuhalten.

Verständnis der niederländischen Arbeitsgesetze

Das Verständnis der niederländischen Arbeitsgesetze ist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer unerlässlich, insbesondere bei remote Arbeit. Diese Gesetze regeln verschiedene Aspekte des Arbeitsverhältnisses, einschließlich Arbeitsstunden, Überstunden, Datenschutz, Gesundheit und Sicherheit sowie Diskriminierung. Die Nichtbefolgung kann rechtliche Konsequenzen und Risiken für beide Seiten nach sich ziehen. Im Folgenden beleuchten wir diese Bereiche und ihre Implikationen für die remote Arbeit in den Niederlanden.

Arbeitszeiten

In den Niederlanden sind die maximalen Arbeitsstunden pro Woche für Vollzeitbeschäftigte auf 40 Stunden festgelegt. Teilzeitbeschäftigte dürfen weniger Stunden arbeiten, wobei die Vereinbarungen entsprechend gelten. Remote Arbeit befreit Mitarbeitende nicht von diesen Vorschriften. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass remote arbeitende Mitarbeitende die Höchstgrenzen nicht überschreiten. Klare Richtlinien und Erwartungen zu Arbeitszeiten sind notwendig, um Überarbeitung zu vermeiden und eine gesunde Work-Life-Balance zu sichern.

Überstunden

Überstunden unterliegen in den Niederlanden spezifischen Regelungen. Arbeitszeiten, die die regulären Arbeitszeiten übersteigen, gelten als Überstunden und müssen entsprechend vergütet werden. Arbeitgeber sollten Überstunden entweder durch Zuschläge oder durch Freizeit ausgleichen. Remote Mitarbeitende sollten ihre Arbeitszeit genau dokumentieren, und Arbeitgeber müssen Überstunden überwachen und vergüten. Missachtung dieser Vorgaben kann zu rechtlichen Streitigkeiten und Bußgeldern führen.

Datenschutz

Datenschutz ist bei remote Arbeit besonders relevant, insbesondere wenn Mitarbeitende sensible Informationen handhaben. Die GDPR gilt für alle Arbeitgeber in den Niederlanden, unabhängig von ihrem Standort. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass remote Mitarbeitende Zugriff auf sichere Systeme haben und Datenschutzprotokolle einhalten. Mitarbeitende sollten sich ihrer Verantwortlichkeiten beim Umgang mit sensiblen Daten bewusst sein. Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen können gravierende Konsequenzen nach sich ziehen, inklusive Bußgelder und Reputationsschäden.

Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden

Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung bereitzustellen, auch für remote Mitarbeitende. Diese sollten Zugang zu notwendiger Ausrüstung, ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung und Unterstützung haben, um ihre Gesundheit zu schützen. Risikoanalysen und Richtlinien helfen, arbeitsbedingte Verletzungen und Gesundheitsprobleme zu verhindern. Die Nichterfüllung dieser Pflichten kann zu rechtlichen Haftungsrisiken und dem Schaden für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden führen.

Diskriminierungsgesetze

In den Niederlanden gelten strenge Gesetze gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz. Remote Mitarbeitende müssen gleich behandelt werden, unabhängig vom Standort. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass remote Mitarbeitende die gleichen Chancen und Vorteile haben wie ihre Bürocolleg:innen. Diskriminierung aufgrund von Rasse, Geschlecht, Alter, Behinderung oder anderen geschützten Merkmalen ist verboten. Klare Richtlinien und eine zügige Bearbeitung von Beschwerden sind notwendig. Verstöße können rechtliche Schritte und Rufschädigung nach sich ziehen.

Kurz gesagt, das Verständnis der niederländischen Arbeitsgesetze ist für beide Seiten – Arbeitgeber und Mitarbeitende – bei remote Arbeit essenziell. Arbeitszeiten, Überstunden, Datenschutz, Gesundheit und Sicherheit sowie Diskriminierung betreffen alle die remote Arbeit konkret. Die Einhaltung dieser Gesetze schützt vor rechtlichen Risiken, und klare Kommunikation der Rechte und Pflichten ist entscheidend.

Anpassung an remote Arbeit: Rechtliche Überlegungen

Die Umstellung auf remote Arbeit wurde in den Niederlanden aufgrund der COVID-19-Pandemie für viele Unternehmen notwendig. Diese Entwicklung wirft jedoch neue rechtliche Fragestellungen auf, bei denen sowohl Arbeitgeber als auch Mitarbeitende aufmerksam sein müssen. In diesem Abschnitt betrachten wir, wie die niederländischen Arbeitsgesetze in einem Remote-Szenario interpretiert werden können, und erörtern die Rechte und Pflichten beider Parteien.

Arbeitszeiten und Überstunden

Eine der größten Herausforderungen bei remote Arbeit ist die Definition und Überwachung der Arbeitszeiten. Im klassischen Büro sind diese meist klar geregelt, und Überstunden werden gesetzeskonform vergütet. Bei remote Arbeit ist es jedoch oft schwer zu bestimmen, wann Mitarbeitende tatsächlich arbeiten und wann Pausen anstehen.

Nach niederländischem Recht sind die Höchstarbeitszeiten auf 40 Stunden pro Woche für Vollzeitbeschäftigte festgesetzt. Überstunden, also Arbeitsstunden über diesen Rahmen hinaus, müssen entsprechend kompensiert werden. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass remote Mitarbeitende diese Grenzen einhalten und Überstunden angemessen vergüten.

Software zur Zeiterfassung oder das verpflichtende Loggen der Arbeitszeiten kann dabei helfen, alles im Blick zu behalten. Klare Kommunikation der Erwartungen hinsichtlich Arbeitszeiten und Überstundenvergütung ist ebenfalls entscheidend.

Arbeitsplatz

Ein weiterer rechtlicher Punkt ist das Konzept des Arbeitsplatzes. Im traditionellen Büro sind Arbeitgeber verantwortlich für eine sichere und gesunde Umgebung. Bei remote Arbeit ist der Arbeitsplatz das Zuhause des Mitarbeitenden oder eine andere gewählte Location.

Arbeitgeber tragen weiterhin eine Fürsorgepflicht und sollten Anleitungen für die Gestaltung eines sicheren, ergonomischen Arbeitsplatzes zu Hause geben. Dazu gehören etwa ergonomische Möbel, Beleuchtung und Hinweise zur richtigen Haltung und Pausen.

Mitarbeitende wiederum müssen sicherstellen, dass ihr Heimarbeitsplatz sicher ist. Sie sollten die Vorgaben des Arbeitgebers befolgen und bei Problemen oder Bedenken umgehend melden.

Gesundheit und Sicherheit

Remote Arbeit kann Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit haben. Arbeitgeber müssen auch hier eine Fürsorgepflicht erfüllen, z.B. durch Hinweise zu Ergonomie und Maßnahmen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen.

Mitarbeitende sind ebenso aufgefordert, ihre Gesundheit zu priorisieren, regelmäßig Pausen einzulegen, ergonomisch zu arbeiten und etwaige Probleme zu melden.

Rechte und Pflichten

Sowohl Arbeitgeber als auch Mitarbeitende haben bei Remote-Arbeit Rechte und Pflichten. Arbeitgeber dürfen erwarten, dass Mitarbeiter ihre Arbeit verantwortungsvoll erledigen, und müssen die nötigen Ressourcen bereitstellen. Mitarbeitende haben das Recht auf eine sichere Arbeitsumgebung, auf faire Vergütung und auf Rechte aus Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag.

Beide Seiten müssen die niederländischen Arbeitsgesetze beachten. Verträge sollten die Vereinbarungen präzise widerspiegeln, inklusive Arbeitszeiten bei remote Arbeit.

Fazit

Die Anpassung an remote Arbeit in den Niederlanden erfordert eine sorgfältige rechtliche Beratung. Arbeitgeber und Mitarbeitende sollten ihre Rechte und Pflichten kennen und Maßnahmen ergreifen, um gesetzeskonform zu handeln. Durch klare Regelungen zu Arbeitszeiten, Arbeitsplatzgestaltung, Gesundheit und Sicherheit sowie Datenschutz lassen sich rechtliche Risiken minimieren.

Datenschutz- und Sicherheitsimplikationen bei remote Arbeit

Arbeit im Homeoffice ist im digitalen Zeitalter normal geworden – insbesondere seit der COVID-19-Pandemie. Remote Arbeit bietet viele Vorteile, wie Flexibilität und erhöhte Produktivität, wirft aber auch Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit auf. In diesem Abschnitt untersuchen wir die Implikationen von remote Arbeit für Datenschutz und Sicherheit.

Herausforderungen beim Schutz der Mitarbeitenden-Daten

Bei remote Arbeit verwenden Mitarbeitende häufig eigene Geräte und Netze für den Zugriff auf Unternehmensdaten. Das erschwert den Schutz der Mitarbeitenden-Daten erheblich. Private Geräte sind oft weniger sicher, was Cyberangriffe erleichtert. Zudem besteht das Risiko, dass Mitarbeitende versehentlich Malware herunterladen oder Opfer von Phishing werden, was sensible Unternehmensdaten gefährdet.

Ein weiteres Problem ist der unkontrollierte Zugriff auf Mitarbeitendendaten. Wenn Mitarbeitende z.B. Geräte mit Familienmitgliedern teilen, besteht die Gefahr unbefugter Zugriffe.

Zudem verschwimmt bei der Arbeit im Homeoffice oft die Grenze zwischen privat und beruflich. Mitarbeitende könnten sensible Informationen in Video-Calls teilen, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Sicherstellung der Vertraulichkeit sensibler Unternehmensdaten

Remote Arbeit erhöht das Risiko unbefugter Zugriffe auf Unternehmensdaten, z.B. durch Hackerangriffe auf private Netzwerke oder physische Diebstähle.

Viele Unternehmen nutzen Cloud-basierte Speicher- und Kollaborationstools, die zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erfordern. Diese Tools bieten Flexibilität, bergen aber auch Sicherheitsrisiken. Der Schutz sensibler Daten setzt den Einsatz starker Verschlüsselung und Zugangskontrollen voraus.

Wesentliche Aspekte des Datenschutzes in den Niederlanden

In den Niederlanden schützt die GDPR die persönlichen Daten der Mitarbeitenden. Diese Verordnung setzt Prinzipien wie Transparenz, Zweckbindung, Datenminimierung, Genauigkeit, Speicherbegrenzung, Integrität und Vertraulichkeit um.

Unternehmen müssen eine gültige Einwilligung zur Datenverarbeitung einholen und die Rechte der Betroffenen beachten, z.B. das Recht auf Datenzugriff und -berichtigung.

Zur Gewährleistung der Sicherheit ist es notwendig, technische und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um Daten vor unbefugtem Zugriff, Verlust, Zerstörung und Schaden zu schützen. Regelmäßige Risikoanalysen und Maßnahmen gegen identifizierte Risiken sind unerlässlich.

Auswirkungen der Datenschutzgesetze auf remote Arbeit

Unternehmen in den Niederlanden müssen sicherstellen, dass die persönlichen Daten von Mitarbeitenden auch bei remote Arbeit umfassend geschützt sind. Das umfasst die Implementierung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen auf persönlichen Geräten, z.B. Verschlüsselung und starke Zugriffskontrollen.

Schulungen und klare Richtlinien zu Datenschutz und Sicherheit verbessern die Compliance. Mitarbeitende sollten regelmäßig informiert und geschult werden, um Risiken zu minimieren.

Im Falle von Sicherheitsvorfällen oder Datenschutzverletzungen müssen Unternehmen die zuständigen Behörden und Betroffenen zügig informieren – auch bei remote Arbeit sind entsprechende Pläne notwendig. Remote Zugriff auf Systeme und forensische Untersuchungen erfordern besondere Vorsichtsmaßnahmen.

Fazit

Remote Arbeit bringt Herausforderungen für den Datenschutz und die Sicherheit mit sich. Die Begrenzung des Risikos erfordert robuste Schutzmaßnahmen und regelmäßige Schulungen. Die geltenden Datenschutzgesetze der Niederlande, insbesondere die GDPR, bieten einen Rahmen, um persönliche Daten zu schützen und gesetzeskonform zu agieren.

Umsetzung von Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen in der remote Umgebung

Da remote Arbeit immer häufiger wird, ist es für Unternehmen wichtig, die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeitenden auch im Homeoffice zu priorisieren. Die Niederlande haben konkrete Richtlinien, die Firmen befolgen sollten, um das Wohlbefinden ihrer remote Mitarbeitenden sicherzustellen.

Einer der wichtigsten Schritte ist die Durchführung einer Risikoanalyse, um potenzielle Gefahren zu identifizieren und zu minimieren. Typische Risiken im Homeoffice sind ergonomische Probleme, psychische Belastungen und Vereinsamung.

Unternehmen sollten ihren Mitarbeitenden die notwendige Ausrüstung und Ressourcen bereitstellen, um einen sicheren und ergonomischen Arbeitsplatz einzurichten. Dazu gehören ergonomische Stühle, höhenverstellbare Tische und gute Beleuchtung. Zudem sollten Mitarbeitende ermutigt werden, regelmäßig Pausen zu machen und körperliche Aktivitäten auszuüben.

Die psychische Gesundheit ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Unternehmen können Unterstützung durch Beratungsangebote bieten, die Work-Life-Balance fördern und regelmäßigen Austausch, auch digital, ermöglichen.

Weiterhin ist es wichtig, den Mitarbeitenden die nötigen Informationen und Schulungen zum sicheren Arbeitsplatz zu vermitteln. Klare Richtlinien zur Gestaltung eines ergonomischen Heimarbeitsplatzes sowie Hinweise für die Meldung von Problemen sind essenziell. Virtuelle Schulungen steigern zudem das Bewusstsein für Gesundheits- und Sicherheitsfragen.

Zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sollten Unternehmen einen Gesundheits- und Arbeitssicherheitsbeauftragten (ArbSt) bestimmen, der die Umsetzung überwacht. In der Remote-Umgebung muss diese Person ihre Rolle entsprechend anpassen.

Regelmäßige Kommunikation, Feedback und Dokumentation von Maßnahmen sichern den Erfolg der Gesundheits- und Sicherheitsstrategie im Homeoffice. Anlaufstellen für Meldungen von Problemen sind wichtig.

Kurz gesagt, die Implementierung von Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen im Remote-Arbeitsumfeld ist wesentlich für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Das umfasst Risikoanalysen, die Bereitstellung geeigneter Ausstattung, Förderung psychischer Gesundheit, Schulungen, die Benennung eines Beauftragten sowie offene Kommunikationswege. Nur so kann eine sichere und produktive Arbeitsumgebung geschaffen werden.

Discriminierung vorbeugen und Chancengleichheit fördern

Remote Arbeit ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden – verstärkt durch die Pandemie. Dabei ist es wichtig, dass die Strategien der Arbeitgeber die arbeitsrechtlichen Vorgaben einhalten, insbesondere im Hinblick auf den Schutz vor Diskriminierung und die Förderung von Chancengleichheit.

Diese Herausforderung ist nicht nur organisatorisch, sondern auch rechtlich. Wenn Mitarbeitende nicht im Büro anwesend sind, erschwert sich die Überwachung und Bekämpfung diskriminierenden Verhaltens. Außerdem können Zugangshürden zur gleichen Teilhabe entstehen, etwa bei Ressourcen oder Aufstiegschancen.

Dennoch können Arbeitgeber auch bei remote Arbeit die niederländischen Gesetze gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung umsetzen. Hier einige mögliche Maßnahmen:

Einstellung

Bei der Rekrutierung remote Mitarbeitender sollten faire, nicht-diskriminierende Verfahren genutzt werden, z.B. mit objektiven Kriterien und ohne stereotypische Bewertungen. Stellenausschreibungen sollten inklusiv formuliert sein und keine Geschützten Gruppen ausschließen.

Blind Hiring, also das Entfernen persönlicher Daten wie Name, Geschlecht oder Alter aus Bewerbungen, kann Vorurteile verringern und die Bewertung nur nach Qualifikationen ermöglichen.

Onboarding

Neue remote Mitarbeitende brauchen Unterstützung und Informationen, um sich erfolgreich einzufinden. Gleiche Trainings- und Weiterbildungsangebote für remote und in-office Mitarbeitende fördern die Gleichstellung.

Zur Förderung der Zugehörigkeit sollten regelmäßig virtuelle Treffen, Team-Building-Aktivitäten und Austauschmöglichkeiten geschaffen werden.

Beförderungen

Gleichberechtigte Chancen bei Aufstieg sollten gewährleistet sein. Remote Mitarbeitende sollten Sichtbarkeit bei Entscheidungsträgern haben, ähnlich wie Büroangestellte.

Objektive Leistungsbeurteilungssysteme helfen, unfaire Bewertungen zu vermeiden, und sichern, dass Beförderungen auf Leistung basieren und nicht auf Vorurteilen.

Zugang zu Chancen

Remote Arbeit darf keine Barrieren schaffen. Arbeitgeber sollten sicherstellen, dass remote Mitarbeitende die gleichen Tools, Informationen und Netzwerke haben wie Büroangestellte, um effektiv arbeiten und aufsteigen zu können.

Hierzu gehören gleiche Kommunikationskanäle, Zugänge zu Weiterbildungsangeboten und Karrieremöglichkeiten. Das fördert eine inklusive Unternehmenskultur.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Trotz der besonderen Herausforderungen bei remote Arbeit bei Diskriminierung und Chancenungleichheit können Arbeitgeber rechtmäßig vorgehen, wenn sie faire Einstellungsverfahren, Ressourcen, gleichberechtigten Zugang zu Chancen und eine inklusive Unternehmenskultur fördern.

Wesentliche Themen der niederländischen Arbeitsgesetze für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Die niederländischen Arbeitsgesetze reg

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Lucas Botzen ist der Gründer von Rivermate, einer globalen HR-Plattform, die auf internationale Gehaltsabrechnung, Compliance und Benefits-Management für Remote-Unternehmen spezialisiert ist. Zuvor war er Mitgründer von Boloo, das er erfolgreich aufbaute und später verkaufte, nachdem es einen Jahresumsatz von über 2 Millionen Euro erreicht hatte. Lucas begeistert sich für Technologie, Automatisierung und Remote-Arbeit und setzt sich für innovative digitale Lösungen ein, die die globale Beschäftigung vereinfachen.

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