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12 Minuten Lesezeit

UK-Arbeitnehmerrechte: Ein Leitfaden für Arbeitgeber im Bereich Remote-Arbeit (Aktualisierung 2026)

Veröffentlicht am:

Apr 18, 2024

Aktualisiert am:

Jan 15, 2026

Rivermate | UK-Arbeitnehmerrechte: Ein Leitfaden für Arbeitgeber im Bereich Remote-Arbeit (Aktualisierung 2026)

Remote-Arbeit ist im Vereinigten Königreich, insbesondere während der COVID-19-Pandemie, zur Normalität geworden. Arbeitgeber müssen die Gesetze verstehen, die die Remote-Arbeit regeln, um Vorschriften einzuhalten und die Rechte der Mitarbeiter zu schützen. Wesentliche Aspekte von Remote-Beschäftigungsverträgen umfassen die Bereitstellung einer schriftlichen Erklärung der Beschäftigungsdetails innerhalb von zwei Monaten nach Arbeitsbeginn. Verträge sollten den Arbeitsort des Mitarbeiters sowie Vereinbarungen zum Remote-Arbeiten festlegen.

Remote-Mitarbeiter im Vereinigten Königreich unterliegen denselben Arbeitszeitregelungen wie Beschäftigte an herkömmlichen Arbeitsplätzen. Sie haben Anspruch auf Pausen, Ruhezeiten und eine maximale durchschnittliche Arbeitswoche von 48 Stunden, sofern sie nicht optieren. Arbeitgeber sollten regelmäßige Pausen und eine gesunde Work-Life-Balance fördern.

Gesundheit und Sicherheit sind wichtige Aspekte für Remote-Arbeitgeber. Die Durchführung einer Risikobewertung und die Bereitstellung ergonomischer Ausstattung sind Maßnahmen, um das Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu sichern.

Diskriminierungsgesetze gelten ebenfalls für die Remote-Beschäftigung. Arbeitgeber dürfen Mitarbeitende nicht auf Basis geschützter Merkmale diskriminieren und sollten Gleichheit und Vielfalt fördern.

Es gibt einige besondere Überlegungen für Remote-Arbeitgeber im Vergleich zur traditionellen Beschäftigung. Zusätzliche Kosten, soziale Isolation und die Gefahr von Überstunden oder Burnout sollten berücksichtigt werden.

Insgesamt ist das Verständnis der Gesetze und Vorschriften entscheidend für Remote-Arbeitgeber, um ein positives und inklusives Remote-Arbeitsumfeld zu schaffen.

Remote workers im Vereinigten Königreich haben die gleichen Grundrechte wie Mitarbeiter, die in einem traditionellen Büro arbeiten. Diese Rechte umfassen eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung, einen Mindestlohn entsprechend dem National Minimum Wage, Pausen und Urlaub sowie Schutz vor ungerechtfertigter Kündigung. Remote-Mitarbeitende haben auch das Recht, flexible Arbeitsregelungen zu beantragen, wobei Arbeitgeber nicht verpflichtet sind, diesen zuzustimmen. Remote-Arbeitende sind vor Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz geschützt, und Arbeitgeber haben eine gesetzliche Verpflichtung, solche Verhaltensweisen zu verhindern. Remote-Mitarbeitende haben zudem Datenschutz- und Privatsphärerechte, was bedeutet, dass Arbeitgeber personenbezogene Daten rechtmäßig und angemessen schützen und verarbeiten müssen. Es ist wichtig, dass sowohl Arbeitgeber als auch Mitarbeitende sich dieser Rechte bewusst sind und diese in Remote-Arbeitsumgebungen wahren.

Verständnis der Gesetze zur Remote-Beschäftigung im Vereinigten Königreich

Remote-Arbeit ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden, und mit der COVID-19-Pandemie hat sie für viele Mitarbeitende im Vereinigten Königreich zur Norm mutiert. Daher ist es wichtig, dass Arbeitgeber die Gesetze, die die Remote-Arbeit regeln, verstehen, um die Einhaltung sicherzustellen und die Rechte ihrer Mitarbeitenden zu schützen.

Arbeitsverträge

Ein zentraler Aspekt der Remote-Beschäftigung im Vereinigten Königreich ist der Arbeitsvertrag. Wie bei traditionellen Beschäftigungen haben Remote-Mitarbeitende Anspruch auf eine schriftliche Erklärung der Beschäftigungsdetails innerhalb von zwei Monaten nach Arbeitsaufnahme. Dieser Vertrag sollte Details wie die Berufsbezeichnung, Bezahlung, Arbeitszeiten und Urlaubsansprüche enthalten.

Es gibt jedoch spezielle Überlegungen für Remote-Arbeitsverträge. Zum Beispiel sollte der Vertrag den Arbeitsort klar angeben, üblicherweise die Privatadresse des Mitarbeiters oder einen anderen vereinbarten Ort. Außerdem muss die Regelung für das Remote-Arbeiten einschließlich etwaiger vom Arbeitgeber bereitgestellter Ausrüstung oder Technologie festgelegt werden.

Arbeitszeiten

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Arbeitzeit. In Großbritannien gelten die Working Time Regulations auch für Remote-Mitarbeitende, genau wie für Beschäftigte an herkömmlichen Arbeitsstätten. Das bedeutet, dass Remote-Mitarbeitende Anspruch auf Pausen, tägliche und wöchentliche Ruhezeiten sowie eine maximale durchschnittliche Arbeitswoche von 48 Stunden haben, sofern sie nicht optieren.

Remote-Arbeit kann jedoch die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verwischen, was die Abschaltung erschweren kann. Arbeitgeber sollten dies im Blick behalten und ihre Remote-Mitarbeitenden ermutigen, regelmäßige Pausen einzulegen und eine gesunde Work-Life-Balance zu pflegen.

Gesundheit und Sicherheit

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gesundheit und Sicherheit bei Remote-Arbeit. Auch wenn Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitenden haben, kann es bei der Fernarbeit herausfordernder sein, diese Pflichten zu erfüllen.

Arbeitgeber sollten eine Risikobewertung der Remote-Arbeitsumgebung vornehmen, um Gefahren zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Dazu kann die Bereitstellung ergonomischer Ausrüstung gehören, wie verstellbare Stühle oder separate Tastaturen, um den Komfort des Mitarbeiters zu sichern und Muskel-Skelett-Erkrankungen vorzubeugen.

Diskriminierungsgesetze

Diskriminierungsgesetze gelten auch für die Remote-Beschäftigung im UK. Arbeitgeber dürfen ihre Remote-Mitarbeitenden nicht auf Grund geschützter Merkmale diskriminieren und sollten Maßnahmen zur Förderung von Gleichheit und Vielfalt ergreifen.

Sie sollten zudem sicherstellen, dass ihre Richtlinien und Praktiken die Gleichstellung fördern und angemessene Anpassungen für Mitarbeitende mit Behinderungen vorsehen. Es ist auch wichtig, das Risiko unbewusster Vorurteile im Remote-Arbeitsumfeld zu kennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Vergleich zu traditionellen Beschäftigungsgesetzen

Während viele Gesetze, die die Remote-Beschäftigung regeln, den Regelungen für traditionelle Beschäftigungen ähneln, gibt es Unterschiede und spezielle Überlegungen für Remote-Arbeitgeber.

So müssen Remote-Arbeitgeber beispielsweise zusätzliche Kosten berücksichtigen, die bei Mitarbeitenden entstehen können, etwa für Heizung und Strom. Es kann erforderlich sein, diese Kosten mitzutragen oder notwendige Ausstattung und Ressourcen bereitzustellen, um sie zu minimieren.

Weiterhin sollten Remote-Arbeitgeber die Risiken sozialer Isolation im Blick behalten und Maßnahmen ergreifen, um die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden zu fördern. Regelmäßige Kommunikation und soziale Interaktionsmöglichkeiten helfen dabei.

Zudem ist es wichtig, die Gefahr zu erkennen, dass Mitarbeitende Überstunden machen oder ausbrennen. Die Arbeitszeiten sollten überwacht und Pausen sowie Zeiten für Erholung gewährleistet werden.

Zusammenfassend ist das Verständnis der Gesetze und Vorschriften zur Remote-Beschäftigung im UK essenziell, um die Einhaltung zu sichern und die Rechte der Mitarbeitenden zu schützen. Durch Kenntnis der Anforderungen an Arbeitsverträge, Arbeitszeitregelungen, Gesundheit und Sicherheit sowie Diskriminierungsschutz können Remote-Arbeitgeber ein positives und inklusives Arbeitsumfeld schaffen.

Rechte und Pflichten der Remote-Mitarbeitenden im Vereinigten Königreich

Remote-Arbeit ist in den letzten Jahren immer populärer geworden, und mit der COVID-19-Pandemie hat sie sich fest etabliert. Daher ist es für Arbeitgeber und Mitarbeitende wichtig, die Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit Remote-Arbeit im UK zu verstehen. In diesem Abschnitt werden die Rechte der Remote-Mitarbeitenden gemäß Arbeitsrecht erläutert.

Allgemeine Arbeitnehmerrechte

Remote-Mitarbeitende im UK haben Anspruch auf die gleichen Grundrechte wie Beschäftigte in einem traditionellen Büro. Dazu gehören:

  • Das Recht auf eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung: Arbeitgeber haben gesetzlich die Pflicht, dafür zu sorgen, dass Remote-Mitarbeitende eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung vorfinden. Dazu gehört die Bereitstellung erforderlicher Ausrüstung und Ressourcen.
  • Das Recht auf Bezahlung mindestens entsprechend dem National Minimum Wage: Remote-Mitarbeitende haben Anspruch auf die Zahlung mindestens des gesetzlichen Mindestlohns oder des National Living Wage, abhängig von Alter und Umständen.
  • Das Recht auf Pausen und Urlaub: Remote-Mitarbeitende dürfen Pausen und Jahresurlaub in Anspruch nehmen, ähnlich wie Beschäftigte in klassischen Arbeitsstätten. Die Dauer hängt von den Arbeitsstunden und der Beschäftigungsdauer ab.
  • Das Recht auf Schutz gegen ungerechtfertigte Kündigung: Remote-Mitarbeitende sind wie klassische Mitarbeitende vor ungerechtfertigter Kündigung geschützt. Sie können gegen ungerechtfertigte Entlassungen vorgehen.

Flexible Arbeitsrechte

Remote-Arbeit wird häufig mit flexiblen Arbeitsregelungen assoziiert. Mitarbeitende im UK haben das Recht, flexible Arbeitszeiten zu beantragen. Das bedeutet, sie können Änderungen ihrer Arbeitszeiten, des Arbeitsorts oder des Arbeitsmusters verlangen. Arbeitgeber sind jedoch nicht verpflichtet, solchen Anträgen zuzustimmen, müssen diese aber prüfen und mit einer Begründung ablehnen, falls sie es tun.

Diskriminierung und Belästigung

Remote-Mitarbeitende im UK sind durch den Equality Act 2010 geschützt, der Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz verbietet. Das bedeutet, dass Remote-Mitarbeitende nicht schlechter behandelt werden dürfen als Kollegen, basierend auf Merkmalen wie Alter, Behinderung, Geschlechtsumwandlung, Ehe und Lebenspartnerschaft, Schwangerschaft und Mutterschaft, Rasse, Religion oder Weltanschauung, Geschlecht oder sexueller Orientierung.

Arbeitgeber haben eine gesetzliche Pflicht, Diskriminierung und Belästigung zu verhindern und Maßnahmen gegen Beschwerden zu ergreifen. Sie sollten Unterstützung bieten und eine Kultur fördern, in der es möglich ist, Vorfälle offen anzusprechen.

Datenschutz- und Privatsphärerechte

Remote-Mitarbeitende im UK haben das Recht, dass ihre persönlichen Daten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Data Protection Act 2018 geschützt werden. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass die Daten rechtmäßig, fair und transparent verarbeitet werden und geeignete Sicherheitsmaßnahmen getroffen sind.

Zudem haben Remote-Mitarbeitende das Recht auf Privatsphäre. Arbeitgeber sollten Remote-Mitarbeitende nicht ohne triftigen Grund überwachen. Jegliche Überwachung muss gesetzeskonform erfolgen und die Zustimmung der Mitarbeitenden haben.

Fazit

Remote-Mitarbeitende im UK haben Anspruch auf vielfältige Rechte und Schutzmaßnahmen laut Arbeitsrecht. Dazu zählen allgemeine Arbeitnehmerrechte, flexible Arbeitsrechte, Schutz vor Diskriminierung und Belästigung sowie Datenschutz und Privatsphäre. Es ist für beide Seiten wichtig, diese Rechte zu kennen und in Remote-Arbeitsstätten zu wahren.

Pflichten des Remote-Arbeitgebers nach britischem Arbeitsrecht

Als Remote-Arbeitgeber im UK ist es entscheidend, die eigenen gesetzlichen und moralischen Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitenden zu verstehen und zu erfüllen. Die Navigation durch die Rechte der Mitarbeitenden im virtuellen Arbeitsplatz kann komplex sein, doch mit den richtigen Maßnahmen kann eine rechtlich konforme, sichere und inklusive Umgebung für die Remote-Belegschaft geschaffen werden.

Zumutbare Anpassungen für Behinderungen oder gesundheitliche Bedingungen

Nach britischem Arbeitsrecht haben Remote-Arbeitgeber die Pflicht, zumutbare Anpassungen für Mitarbeitende mit Behinderungen oder gesundheitlichen Problemen vorzunehmen. Dazu gehört die Bereitstellung notwendiger Ausrüstung, Software oder Unterstützung, damit die Mitarbeitenden ihre Arbeit effektiv erledigen können. Bei einer Sehbehinderung könnte dies beispielsweise die Bereitstellung einer Bildschirmlesesoftware oder größerer Schrift sein.

Ein offener Dialog mit den Mitarbeitenden ist essenziell, um ihre spezifischen Bedürfnisse zu verstehen und entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Unterlassen Arbeitgeber diese, können daraus Diskriminierungsansprüche oder rechtliche Konsequenzen entstehen.

Sicherstellung gleicher Chancen

Remote-Arbeitgeber müssen gleiche Chancen für alle Mitarbeitenden gewährleisten, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter oder anderen geschützten Merkmalen. Das umfasst faire und unvoreingenommene Einstellungs- und Beförderungsverfahren, gleichen Zugang zu Weiterbildungsangeboten und eine inklusive Unternehmenskultur.

Klare Policies zur Förderung von Vielfalt und Inklusion im virtuellen Arbeitsumfeld sind notwendig. Regelmäßige Überprüfung und Anpassung dieser Policies hilft, Diskriminierung vorzubeugen und ein positives Arbeitsklima zu schaffen.

Gehaltsgleichheit

Remote-Arbeitgeber müssen für gleiche Arbeit gleiche Bezahlung sicherstellen, unabhängig davon, ob Mitarbeitende remote oder vor Ort tätig sind. Die regelmäßige Überprüfung der Gehaltsstrukturen und Gehaltsaudits helfen, etwaige Ungleichheiten zu erkennen und zu beheben. Werden Gehaltsunterschiede nicht adressiert, könnten daraus rechtliche Ansprüche und Reputationsschäden entstehen.

Arbeitsstunden- und Überstundenmanagement

Remote-Arbeitgeber tragen die Verantwortung, die Arbeitszeiten zu steuern und Überlastung oder Burnout zu verhindern. Klare Erwartungen hinsichtlich Arbeitszeiten, Pausen und Überstunden sind essentiell.

Förderung einer gesunden Balance zwischen Beruf und Privatleben, flexible Arbeitszeitmodelle und Pausenregelungen können helfen, Stress zu reduzieren.

Urlaubs- und Freistellungsregelungen

Remote-Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitenden die gleichen Urlaubs- und Freistellungsansprüche gewähren wie bei traditioneller Beschäftigung. Dazu gehören Jahresurlaub, Krankentage, Mutterschafts-/Vaterschaftsurlaub und andere gesetzliche Freistellungen.

Klare Verfahren für Urlaubsanträge und -gewährung sowie Information der Mitarbeitenden über ihre Ansprüche sind erforderlich, um Gleichbehandlung sicherzustellen.

Potenzielle rechtliche Konsequenzen

Nichteinhaltung dieser Pflichten kann schwerwiegende rechtliche Folgen haben. Mitarbeitende können Beschwerden einreichen, Klagen anstrengen, was zu hohen Kosten, Reputationsverlust und Bußgeldern führen kann.

Zudem kann nachlässiges Handeln die Arbeitsatmosphäre verschlechtern, die Mitarbeitermotivation senken und die Fluktuation erhöhen – was die Produktivität und den Gesamterfolg beeinträchtigt.

Indem Sie Ihre gesetzlichen und moralischen Pflichten als Remote-Arbeitgeber im UK ernst nehmen, schaffen Sie eine positive, inklusive virtuelle Arbeitsumgebung. Proaktive Maßnahmen wie angemessene Unterstützung, gleiche Chancen, Gehaltsgerechtigkeit, Arbeitszeitüberwachung und Urlaubsregelungen fördern die Rechtskonformität und Zufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden.

Richtlinien für die Umsetzung remote Arbeitsrichtlinien in Übereinstimmung mit britischem Arbeitsrecht

Die Einführung von Remote-Arbeitsrichtlinien, die den Gesetzen im UK entsprechen, ist essenziell, um eine reibungslose und rechtssichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Hier einige Leitlinien für die Entwicklung und Umsetzung entsprechender Policies:

1. Klare Erwartungen an Kommunikation und Verfügbarkeit setzen

Beim Remote-Arbeiten ist es wichtig, klare Vorgaben für Kommunikation und Verfügbarkeit festzulegen. Dies umfasst die bevorzugten Kommunikationswege (E-Mail, Telefon, Videokonferenzen) sowie die erwarteten Reaktionszeiten. Ebenso sollten Kernarbeitszeiten definiert werden, in denen Mitarbeitende erreichbar sein sollen.

Damit stellen Sie sicher, dass Mitarbeitende ihre Verantwortlichkeiten kennen und effektiv mit Kollegen zusammenarbeiten können. Es ist zudem ratsam, diese Erwartungen regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.

2. Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen für das Homeoffice umsetzen

Arbeitgeber im UK haben eine Fürsorgepflicht, auch bei der Remote-Arbeit. Es empfiehlt sich, spezielle Maßnahmen für das Homeoffice umzusetzen, etwa durch ergonomische Ausstattung (verstellbare Stühle, Schreibtische).

Regelmäßige Risikobewertungen helfen, Gefahren zu erkennen und zu minimieren. Die Mitarbeitenden sollten zudem Anleitungen erhalten, um eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu wahren. Pausen und Grenzen zwischen Beruf und Privatbereich sind wesentlich für das Wohlbefinden.

3. Datenschutz- und Sicherheitsmaßnahmen sicherstellen

Remote-Arbeit beinhaltet den Umgang mit sensiblen Daten. Arbeitgeber sollten klare Policies und Verfahren für Datenschutz und Datensicherheit etablieren, z. B. durch sichere Speicherung, Übertragung und Löschung von Daten.

Die Bereitstellung entsprechender Tools (VPN, verschlüsselte Kommunikation) ist notwendig. Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Sicherheitsmaßnahmen sind essenziell, um aktuellen Bedrohungen zu begegnen.

4. Unterstützung für das Wohlbefinden bieten

Remote-Arbeit kann die psychische Gesundheit beeinflussen. Arbeitgeber sollten Ressourcen wie Beratungsangebote oder Employee Assistance Programs bereitstellen.

Regelmäßige Check-ins und offene Kommunikation fördern das Gefühl der Unterstützung. Virtuelle Team-Events oder Online-Communities können das Gemeinschaftsgefühl stärken und das Wohlbefinden verbessern.

5. Transparenz und regelmäßige Updates fördern

Offene Kommunikation ist entscheidend, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Arbeitgeber sollten ihre Remote-Work-Policies transparent kommunizieren und regelmäßig aktualisieren.

Mitarbeitende sollten in den Policy-Entwicklungsprozess eingebunden werden, um Akzeptanz zu sichern. Bei Änderungen, die auf Feedback basieren, bleibt die Einhaltung des Rechts gewährleistet.

Folgen Sie diesen Richtlinien, um Remote-Arbeitsrichtlinien im Einklang mit britischem Arbeitsrecht zu entwickeln und umzusetzen. Klare Kommunikation, Gesundheitsschutz, Datenschutz, Wohlbefinden und Aktualisierung der Policies sorgen für eine rechtssichere, positive Remote-Arbeitskultur.

Umgang mit häufigen rechtlichen Herausforderungen bei Remote-Beschäftigung

Remote-Arbeit ist im UK immer verbreiteter geworden. Arbeitgeber profitieren von Flexibilität, stehen jedoch vor neuen rechtlichen Herausforderungen. Dieser Abschnitt beschreibt häufige Probleme und praktische Lösungen oder präventive Maßnahmen:

Umgang mit disziplinarischen Verfahren aus der Ferne

Die Entfernung erschwert die Durchführung von Disziplinarverfahren. Beweise zu sammeln, Ermittlungen durchzuführen und Anhörungen abzuhalten, ist komplexer.

Maßnahmen sind:

  • Klare Policies für Remote-Arbeit und Verhaltensregeln aufstellen.
  • Mitarbeitende über das Verfahren und ihre Rechte informieren.
  • Virtuelle Meetings und Anhörungen nutzen, um persönlich zu kommunizieren und Beweise zu präsentieren.
  • Alle Entscheidungen dokumentieren, um einen transparenten Prozess nachvollziehbar zu machen.

Verhinderung unrechtmäßiger Diskriminierung im Homeoffice

Fehlende persönliche Interaktion erschwert die Erkennung diskriminierenden Verhaltens. Um Diskriminierung vorzubeugen, sollten Arbeitgeber:

  • Regelmäßig Schulungen zu Gleichheit und Vielfalt anbieten.
  • Klare Melde- und Untersuchungsvorgaben haben.
  • Eine offene Kommunikationskultur fördern, in der Mitarbeitende Vorfälle melden können.
  • Policies regelmäßig überprüfen, um Inklusivität sicherzustellen.

Umgang mit Burnout und Work-Life-Balance

Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen leichter. Maßnahmen:

  • Mitarbeitende ermutigen, klare Grenzen zu setzen, etwa Arbeitszeiten und festen Arbeitsbereich zu definieren.
  • Regelmäßige Pausen fördern und Erholungszeiten sicher

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Lucas Botzen ist der Gründer von Rivermate, einer globalen HR-Plattform, die auf internationale Gehaltsabrechnung, Compliance und Benefits-Management für Remote-Unternehmen spezialisiert ist. Zuvor war er Mitgründer von Boloo, das er erfolgreich aufbaute und später verkaufte, nachdem es einen Jahresumsatz von über 2 Millionen Euro erreicht hatte. Lucas begeistert sich für Technologie, Automatisierung und Remote-Arbeit und setzt sich für innovative digitale Lösungen ein, die die globale Beschäftigung vereinfachen.

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Die Beendigung eines Remote-Mitarbeiters erfordert eine sorgfältige Planung. Sie möchten Professionalität, rechtliche Konformität und einen reibungslosen Übergang gewährleisten. Klare Kommunikation und ein strukturierter Prozess helfen, Respekt zu wahren und Störungen zu minimieren. - Planen Sie im Voraus, indem Sie rechtliche Anforderungen prüfen und eine Offboarding-Strategie vorbereiten. - Nutzen Sie Videoanrufe für Kündigungsgespräche, um Professionalität und Empathie sicherzustellen. - Unterstützen Sie die verbleibenden Teammitglieder, indem Sie Bedenken ansprechen und Arbeitsbelastungen neu verteilen. Das Versäumnis, Remote-Kündigungen korrekt zu handhaben, kann rechtliche Risiken, eine geschädigte Moral und Reputationsschäden zur Folge haben. Ein gut durchdachter Prozess schützt Ihr Unternehmen und sorgt für einen respektvollen Abschied des Mitarbeiters.

Rivermate | Lucas Botzen.

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