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Internationale Arbeitsgesetze

12 Minuten Lesezeit

Verstehen von britischen Arbeitsverträgen für remote arbeitende Arbeitgeber (Update 2026)

Veröffentlicht am:

Apr 18, 2024

Aktualisiert am:

Jun 10, 2026

Rivermate | Verstehen von britischen Arbeitsverträgen für remote arbeitende Arbeitgeber (Update 2026)

Beschäftigungsverträge im Vereinigten Königreich schaffen die rechtliche Beziehung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, indem sie die Bedingungen und Konditionen der Beschäftigung festlegen. Ob bei lokaler Einstellung oder bei der Verwaltung einer Remote-Belegschaft, ein gut ausgearbeiteter Beschäftigungsvertrag hilft, Verantwortlichkeiten zu klären, beide Parteien zu schützen und die Einhaltung des britischen Arbeitsrechts zu unterstützen.

Obwohl Beschäftigungsverträge schriftlich oder mündlich sein können, sind Arbeitgeber in der Regel verpflichtet, den Arbeitnehmern eine Written Statement of Employment Particulars vorzulegen, in der die wichtigsten Beschäftigungsbedingungen umrissen sind. Für remote arbeitende Arbeitgeber sollten Verträge zudem Aspekte wie Arbeitsvereinbarungen, Vertraulichkeit, Datenschutz, Kündigungsfristen und gesetzliche Arbeitnehmerrechte behandeln.

Diese Anleitung erklärt die wichtigsten Elemente britischer Beschäftigungsverträge, rechtliche Anforderungen an remote Arbeitgeber, häufige Formulierungsfehler und bewährte Praktiken für die Verwaltung von Vertragsänderungen.

Grundlagen der britischen Beschäftigungsverträge verstehen

Ein Beschäftigungsvertrag ist eine rechtlich bindende Vereinbarung zwischen einem Arbeitgeber und einem Arbeitnehmer, die die Bedingungen der Beschäftigung festlegt. Er etabliert die Arbeitsbeziehung, definiert die Rechte und Pflichten beider Parteien und schafft Klarheit bei wichtigen Themen wie Bezahlung, Arbeitszeit, Leistungen und Kündigungsprozessen.

Im Vereinigten Königreich können Beschäftigungsverträge schriftlich oder mündlich sein. Dennoch werden schriftliche Verträge dringend empfohlen, da sie eine klare Dokumentation der vereinbarten Bedingungen schaffen und Missverständnisse oder Streitigkeiten verhindern können. Arbeitgeber sind außerdem verpflichtet, den Arbeitnehmern eine Written Statement of Employment Particulars zu übergeben, in der zentrale Beschäftigungsinformationen enthalten sind.

Ein typischer britischer Beschäftigungsvertrag enthält üblicherweise mehrere wichtige Komponenten:

  • Terms and conditions of employment: Diese Sektion umreißt die Kerndetails der Arbeitsbeziehung, inklusive Jobtitel, Startdatum, Arbeitsstunden und Arbeitsort. Sie sollte auch Gehalt, Leistungen, Bonusvereinbarungen und eventuell anwendbare Probezeiten enthalten.
  • Je nach Rolle können Arbeitgeber außerdem Details zu Überstunden, Anforderungen an Sonntags- oder Nachtarbeit und ob der Arbeitnehmer umziehen oder an verschiedenen Standorten arbeiten muss, hinzufügen. Für auf Zeit eingestellte Mitarbeiter sollte die erwartete Dauer der Beschäftigung oder das Enddatum des Vertrags klar angegeben werden.
  • Zudem kann dieser Abschnitt genutzt werden, um obligatorische Schulungsanforderungen zu skizzieren, inklusive ob die Schulung während der Beschäftigung erfolgen muss und wer für die Kosten aufkommt.
  • Vertraulichkeitsvereinbarung: Schutz vertraulicher Geschäftsgeheimnisse, Kundeninformationen, Daten und anderer sensibler Informationen, auf die Mitarbeiter während ihrer Beschäftigung Zugriff haben.

  • Wettbewerbsverbot: Wo angebracht, kann dieser Klausel die Mitarbeitenden daran hindern, für Wettbewerber zu arbeiten oder konkurrierende Geschäfte für einen festgelegten Zeitraum nach Ausscheiden aus dem Unternehmen zu betreiben.

  • Kündigungsklausel: Diese Sektion legt Kündigungsfristen, Gründe für eine Entlassung und etwaige Verpflichtungen nach Beendigung der Beschäftigung fest, wie die Rückgabe von Firmeneigentum oder die Einhaltung von Wettbewerbsverboten.

  • Streitschlichtung: Diese Klausel erklärt, wie arbeitsbezogene Streitigkeiten geregelt werden und kann Verfahren für Mediation, Schiedsverfahren oder Gerichtsverfahren enthalten.

Das Verständnis dieser Kernelemente hilft Arbeitgebern, klare Beschäftigungsvereinbarungen zu treffen und eine stabile Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit remote arbeitenden Mitarbeitern zu schaffen.

Written Statement of Employment Particulars

Im Vereinigten Königreich sind Arbeitgeber nicht gesetzlich verpflichtet, einen formellen schriftlichen Beschäftigungsvertrag bereitzustellen. Sie müssen jedoch ihren Arbeitnehmern und Arbeitern on or before ihrem ersten Arbeitstag eine Written Statement of Employment Particulars aushändigen. Dieses Dokument umreißt die wichtigsten Beschäftigungsbedingungen und stellt sicher, dass beide Parteien ihre Rechte und Pflichten klar verstehen.

Eine Written Statement of Employment Particulars enthält typischerweise:

  • Die Namen des Arbeitgebers und Arbeitnehmers
  • Jobtitel und eine kurze Tätigkeitsbeschreibung
  • Startdatum der Beschäftigung
  • Gehalts- oder Lohnangaben inklusive Zahlungsfrequenz
  • Arbeitszeit und Arbeitstage
  • Arbeitsort, inklusive etwaiger Remote-Arbeitsvereinbarungen
  • Urlaubsanspruch und Urlaubsentgelt
  • Krankheitsurlaub und Krankengeldbestimmungen
  • Kündigungsfristen zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Angaben zu etwaigen Probezeiten
  • Informationen zu obligatorischer Schulung
  • Angaben zu vom Arbeitgeber bereitgestellten Leistungen

Für Mitarbeiter mit befristeten Verträgen sollte die Erklärung außerdem die erwartete Dauer der Beschäftigung oder das Enddatum des Vertrags enthalten. Arbeitgeber können in einer weiteren schriftlichen Erklärung zusätzliche Informationen angeben, etwa zu Rentenplänen, Tarifverträgen, Disziplinarverfahren und Beschwerdeprozessen.

Obwohl die Written Statement of Employment Particulars keine vollständige Alternative zu einem umfangreichen Beschäftigungsvertrag darstellt, ist sie ein wichtiger Bestandteil der Arbeitsbeziehung und hilft Arbeitgebern, die Einhaltung des UK-Arbeitsrechts nachzuweisen. Viele Arbeitgeber fassen diese Angaben in einen vollständigen schriftlichen Vertrag zusammen, um mehr Klarheit zu schaffen und zukünftige Streitigkeiten zu minimieren.

Gesetzliche Anforderungen an remote Work-Beschäftigungsverträge im UK

Bei der Beschäftigung von remote arbeitenden Mitarbeitern im UK müssen Arbeitgeber sicherstellen, dass ihre Beschäftigungsverträge den anwendbaren Arbeitsgesetzen und Vorschriften entsprechen. Diese Anforderungen betreffen Bereiche wie den Beschäftigungsstatus, gesetzliche Arbeitnehmerrechte, Gesundheits- und Arbeitsschutzpflichten, Datenschutz sowie andere spezielle Aspekte bei Remote-Work-Arrangements.

Beschäftigungsstatus: Arbeitnehmer vs. Selbstständiger*

Vor der Erstellung eines Beschäftigungsvertrags sollten Arbeitgeber klären, ob die Person als Arbeitnehmer oder als Independent Contractor tätig sein wird. Diese Differenz ist wichtig, da sie die Arbeitsrechte, Steuerpflichten, gesetzliche Leistungen und Einhaltungspflichten beeinflusst.

Arbeitnehmer arbeiten typischerweise unter der Weisung und Kontrolle des Arbeitgebers, haben festgelegte Verantwortlichkeiten und genießen eine Reihe gesetzlicher Schutzrechte. Dazu zählen bezahlter Jahresurlaub, gesetzlichen Krankengeldanspruch, Mindestlohnschutz, Familienurlaub, Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung und Schutz vor ungerechtfertigter Kündigung, soweit zutreffend.

Contractors hingegen agieren meist als Selbstständige, die Dienstleistungen im Rahmen eines separaten Vertrags mit einem Unternehmen erbringen. Sie haben meist mehr Kontrolle darüber, wann und wie sie ihre Arbeit leisten, und sind verantwortlich für ihre Steuern, Sozialabgaben und Geschäftskosten. Sie sind in der Regel nicht berechtigt, dieselben Arbeitsrechte oder Leistungen wie fest angestellte Mitarbeiter zu beanspruchen.

Bei der Feststellung des Status eines Mitarbeiters kann die britische Behörde Faktoren wie folgende berücksichtigen:

  • Das Ausmaß der Kontrolle, die der Arbeitgeber über die Arbeit ausübt
  • Ob der Arbeitnehmer eine Vertretung schicken kann
  • Das Maß der Integration in das Unternehmen
  • Wie und wann die Bezahlung erfolgt
  • Ob der Arbeitnehmer ein finanzielles Risiko trägt
  • Die Gesamtnatur der Arbeitsbeziehung

Eine falsche Einstufung als independent Contractor kann erhebliche rechtliche und finanzielle Risiken bergen. Arbeitgeber könnten für unbezahlte Steuern, National Insurance Beiträge, Arbeitnehmerleistungen und andere gesetzliche Ansprüche haftbar gemacht werden. Daher sollten Unternehmen bei der Beschäftigung von remote Mitarbeitenden vor Vertragsausstellung den Status sorgfältig prüfen und bei Bedarf professionelle Beratung einholen.

Gesetzliche Arbeitnehmerrechte

Remote-Mitarbeiter im UK haben grundsätzlich dieselben gesetzlichen Rechte wie im Büro Tätige. Beschäftigungsverträge sollten diese Schutzrechte widerspiegeln und die Einhaltung des UK-Arbeitsrechts sicherstellen.

Wichtige gesetzliche Rechte umfassen:

  • Zahlung mindestens des National Minimum Wage oder des National Living Wage, sofern anwendbar
  • Anspruch auf mindestens 5,6 Wochen bezahlten Jahresurlaub
  • Statutory Sick Pay (SSP) für berechtigte Arbeitnehmer im Krankheitsfall
  • Schutz vor Diskriminierung aufgrund geschützter Merkmale wie Alter, Ethnie, Geschlecht, Behinderung, Religion oder sexueller Orientierung
  • Familienbezogene Rechte, einschließlich gesetzlicher Mutterschafts-, Vaterschafts-, Adoptions-, Eltern- und gemeinsamer Elternurlaub, sofern die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind
  • Schutz vor ungerechtfertigter Kündigung für qualifizierte Arbeitnehmer
  • Gesetzliche Abfindungsrechte im Falle von betriebsbedingter Kündigung
  • Schutz der Arbeitszeit, inklusive Obergrenzen bei Wochenarbeitszeit, Pausen und Mindestruhzeiten täglich und wöchentlich

Arbeitgeber sollten sicherstellen, dass die Employment Contracts mit diesen gesetzlichen Bestimmungen übereinstimmen und zusätzliche vertragliche Vorteile klar kommuniziert werden, sofern angeboten.

Gesundheits- und Arbeitssicherheitsanforderungen

Arbeitgeber haben die gesetzliche Pflicht, die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlbefinden ihrer remote Mitarbeitenden zu gewährleisten. Dazu gehört die Durchführung von Risikoanalysen für das remote Arbeitsumfeld sowie die Bereitstellung geeigneter Ausrüstung, Anleitung und Unterstützung.

Remote-Arbeitgeber sollten klare Abläufe für die Sicherheitsüberwachung am Arbeitsplatz festlegen, inklusive Hinweise zur Einrichtung des Arbeitsplatzes, Pausenregelungen sowie Meldewege bei Gesundheits- oder Sicherheitsbedenken.

Datenschutz und GDPR-Konformität

Datenschutz ist bei remote Arbeit von besonderer Bedeutung, insbesondere wenn Mitarbeitende sensible Unternehmens- oder personenbezogene Daten verarbeiten. Arbeitgeber müssen die UK-Glossar-GDPR sowie andere einschlägige Datenschutzgesetze bei der Datenverarbeitung sicherstellen.

Das umfasst, dass remote Mitarbeitende ihre Datenschutzpflichten verstehen, angemessene Schulungen erhalten und Schutzmaßnahmen implementiert werden, z.B. sichere Fernzugriffssysteme, Verschlüsselung und Zugriffskontrollen, um vertrauliche Informationen vor unbefugtem Zugriff oder Verlust zu bewahren.

Weitere Aspekte bei remote Beschäftigung

Beschäftigungsverträge für remote Mitarbeitende sollten ggf. zusätzliche Punkte enthalten, wie:

  • Eigentumsrechte an geistigem Eigentum
  • Vertraulichkeitspflichten
  • Richtlinien und Erwartungen zur Remote-Arbeit
  • Geräte- und Spesenregelungen
  • Flexibilisierungswünsche

Arbeitgeber sollten die Verträge und Richtlinien regelmäßig überprüfen, um die fortwährende Einhaltung der britischen Arbeitsgesetze und sich entwickelnder remote-Arbeitspraktiken sicherzustellen.

Schlüsselbestandteile eines Remote-Work-Beschäftigungsvertrags im UK

Remote work employment Verträge sollten die folgenden Kernbereiche klar regeln:

Stellenbeschreibung

Eine detaillierte Stellenbeschreibung ist essentiell für remote Beschäftigungsverträge. Sie legt die konkreten Pflichten und Verantwortlichkeiten des Mitarbeiters fest, um Missverständnisse oder Streitigkeiten zu vermeiden und eine Leistungsbewertung zu erleichtern.

Vergütung

Der Vertrag sollte das Gehalt des Mitarbeiters klar angeben, inklusive Zahlungsintervall und etwaiger Zusatzvergütungen wie Boni oder Provisionen. Es ist wichtig, festzulegen, ob die Vergütung fest ist oder nach geleisteten Stunden bzw. Ergebnissen berechnet wird, um Transparenz zu gewährleisten.

Arbeitszeiten

Die Festlegung der Arbeitszeiten des Mitarbeiters ist notwendig, um klare Erwartungen zu schaffen. Dies umfasst die Anzahl der Stunden pro Tag oder Woche sowie mögliche Flexibilitäten oder spezielle Zeitvorgaben. Dabei sollten die britischen Working Time Regulations beachtet werden, welche Grenzen für Arbeitszeiten, Pausen und Jahresurlaubsanspruch setzen.

Arbeitsort

Anders als bei klassischen Arbeitsverträgen ist bei remote Verträgen der Arbeitsort festzulegen. Dies ist besonders für steuerliche und rechtliche Zwecke wichtig. Es sollte klargestellt werden, dass der Mitarbeiter außerhalb der Betriebsstätte arbeitet, und ggf. Provisionsregelungen für gelegentliche Besuchszeiten im Büro oder bei Kunden stehen.

Urlaubs- und Krankengeld

Remote Beschäftigte haben Anspruch auf dieselben Urlaubs- und Krankengeldleistungen wie im Büro Beschäftigte. Der Vertrag sollte den Urlaubsanspruch, etwaige Einschränkungen bei der Urlaubsnahme sowie das Verfahren bei Urlaubsanträgen und -genehmigung regeln. Zudem sind Hinweise auf den Anspruch auf Krankengeld und die Melde- sowie Nachweispflichten bei Krankheit aufzunehmen.

Vertraulichkeitsklauseln

Vertraulichkeitsklauseln sind in remote Beschäftigungsverträgen entscheidend, um sensible Informationen zu schützen. Sie legen die Verpflichtungen des Mitarbeiters fest, die proprietären Daten des Arbeitgebers, Geschäftsgeheimnisse und Kundendaten vertraulich zu behandeln. Ebenso sollen die Konsequenzen des Verstoßes gegen die Vertraulichkeit sowie Verpflichtungen nach Austritt geregelt werden.

Kündigungsfristen

Kündigungsfristen sind notwendig, um beiden Parteien eine klare Orientierung hinsichtlich der Kündigungsfristen zu geben. Sie erleichtern einen geordneten Übergang und vermeiden Streitigkeiten. Die Fristen müssen den britischen Arbeitsgesetzen entsprechen und können je nach Dauer der Beschäftigung variieren.

Besondere Klauseln für remote Beschäftigung

Remote-Work-Verträge können spezielle Klauseln enthalten, die auf die besondere Arbeitsform zugeschnitten sind, z.B. die Regelung, dass der Mitarbeiter eigene Geräte nutzt und die damit verbundenen Kosten trägt. Auch Aspekte zu Datenschutz, Cybersicherheit und Spesenregelungen sollten berücksichtigt werden. Diese Klauseln müssen spezifisch auf die Anforderungen der remote Arbeit abgestimmt sein.

Zusammenfassend ist es bei der Erstellung von remote Beschäftigungsverträgen im UK entscheidend, alle zentralen Elemente wie Stellenbeschreibung, transparente Vergütungsbedingungen, klare Arbeitszeiten, Arbeitsort, Urlaubs- und Krankheitsregelungen, Vertraulichkeit, Kündigungsfristen sowie individuelle Klauseln zu berücksichtigen. Diese Bestandteile schaffen eine klare, faire Grundlage für die Arbeitsbeziehung und sichern eine rechtskonforme, erfolgreiche Gestaltung der remote-Arbeitsvereinbarung gemäß UK-Richtlinien.

Häufige Fehler bei remote Beschäftigungsverträgen vermeiden

Bei der Einstellung von remote**-**Arbeitnehmern im UK ist es für Arbeitgeber besonders wichtig, einen sorgfältig ausgearbeiteten Arbeitsvertrag zu haben. Dennoch treten häufig wiederkehrende Fehler auf, die remote Arbeitgeber beim Verfassen ihrer Verträge für UK-basierte remote-Mitarbeiter machen. Diese Fehler können erhebliche rechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. In diesem Abschnitt werden einige dieser häufigen Fehler erläutert und Tipps gegeben, wie man sie vermeidet.

Unklare Formulierungen

Einer der häufigsten Fehler ist die Verwendung vager oder unpräziser Formulierungen. Diese können später zu Missverständnissen und Streitigkeiten führen. Begriffe wie "angemessen" oder "bei Bedarf" ohne klare Definitionen schaffen Unsicherheiten hinsichtlich der Verantwortlichkeiten und Erwartungen des Mitarbeiters.

Um dies zu vermeiden, sollten im Vertrag klare und konkrete Formulierungen verwendet werden. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Mitarbeiters sollten eindeutig beschrieben sein, ebenso die Leistungsanforderungen. Klare Begriffe helfen Missverständnisse zu verhindern.

Wichtige Details fehlen

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Fehlen entscheidender Vertragsbestandteile. Dazu zählen z.B. Regelungen zur Streitbeilegung, Kündigungsfristen und Vertraulichkeit. Fehlen diese, können beide Seiten bei Streitigkeiten oder beim Schutz sensibler Daten Schwierigkeiten bekommen.

Daher ist es essenziell, alle notwendigen Klauseln sorgfältig zu prüfen und im Vertrag zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich, den Vertrag rechtlich überprüfen zu lassen, um sicherzustellen, dass er vollständig und durchsetzbar ist.

Nichteinhaltung lokaler Gesetze

Häufig machen remote Arbeitgeber den Fehler, die einschlägigen Arbeitsgesetze im UK nicht zu berücksichtigen. Jedes Land hat eigene Vorschriften, und die Einhaltung dieser ist notwendig, um rechtliche Probleme und Strafen zu vermeiden.

Um dies zu verhindern, sollten Arbeitgeber sich mit den relevanten britischen Arbeitsgesetzen vertraut machen. Dazu gehören Mindestlohnbestimmungen, Arbeitszeitregelungen sowie Arbeitnehmerrechte und -schutz. Es ist ratsam, eine lokale Rechtsexpertise hinzuzuziehen.

Nichtbeachtung spezifischer remote-Arbeit-Anforderungen

Remote-Arbeit bringt spezielle Herausforderungen mit sich. Viele Arbeitgeber vergessen, diese in den Verträgen ausreichend zu berücksichtigen. Dies kann zu Problemen bei Arbeitszeiten, Kommunikation oder Ausstattung führen.

Um das zu vermeiden, sollten entsprechende Klauseln im Vertrag enthalten sein, die Erwartungen an Arbeitszeit, Kommunikation und eingesetzte Tools eindeutig regeln. Das schafft Klarheit und verhindert Konflikte.

Tipps gegen häufige Fehler

Um diese Fehler zu vermeiden, sollten remote-Arbeitgeber:

  • Klare und präzise Sprache im Vertrag verwenden
  • Alle notwendigen Vertragsklauseln einfügen (Streitbeilegung, Kündigung etc.)
  • Lokale Gesetze und Vorschriften beachten
  • Spezifische Aspekte der remote-Arbeit im Vertrag regeln (z.B. Arbeitszeiten, Ausstattung)
  • Bei Unsicherheiten rechtliche Beratung einholen

Diese Maßnahmen sorgen dafür, dass die Verträge vollständig, verständlich und gesetzeskonform sind. Das legt eine solide Basis für eine rechtssichere und erfolgreiche Arbeitsbeziehung.

Umgang mit Änderungen und Ergänzungen in remote Arbeitsverträgen

Beim Abschluss von remote-Arbeitsverträgen ist es entscheidend, die Abläufe bei Änderungen und Ergänzungen zu kennen. Wie bei allen Verträgen können Änderungen nötig werden, z.B. bei neuen Verantwortlichkeiten, geänderten Arbeitszeiten oder Änderungen im britischen Recht. In diesem Abschnitt werden die rechtlichen Vorgaben für Vertragsänderungen, Kommunikationswege und das Einholen der Zustimmung der Beteiligten erläutert.

Rechtliche Vorgaben für Änderungen

Vor der Änderung eines remote-Arbeitsvertrags sollten Arbeitgeber die rechtlichen Rahmenbedingungen prüfen. Im UK sind Verträge rechtlich bindende Vereinbarungen, deren Änderungen nur in Einklang mit dem Arbeitsrecht erfolgen dürfen.

Der erste Schritt ist, den bestehenden Vertrag sorgfältig zu prüfen. Es sollte überprüft werden, ob Änderungen erforderlich sind,

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Lucas Botzen.

Gründer, Leiter für Wachstum

Lucas Botzen ist Gründer von Rivermate, einer globalen Beschäftigungsplattform, die Unternehmen dabei unterstützt, Talent international zu rekrutieren, zu beschäftigen und zu verwalten. Seit der Gründung von Rivermate im Dezember 2020 konzentriert er sich darauf, praktische Lösungen zu entwickeln, die internationale Gehaltsabrechnung, Benefits, Steuern, Verträge und Beschäftigungskonformität für Remote-Teams vereinfachen. Vor Rivermate war Lucas Mitgründer und Co-Direktor von Boloo, einem E-Learning- und Softwareunternehmen, das Unternehmer dabei unterstützte, E-Commerce-Unternehmen zu starten und zu wachsen. Er skalierte Boloo auf über €2 Millionen Jahresumsatz, bevor er das Unternehmen im Jahr 2020 erfolgreich veräußerte. Lucas hat einen Bachelor-Abschluss in Business Innovation von der Avans University of Applied Sciences. Sein Hintergrund in Unternehmertum, Technologie, Automatisierung und remote work prägt weiterhin seinen Ansatz, globale Beschäftigung einfacher und menschlicher zu gestalten.

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