Das Einstellen von Remote-Mitarbeitern in Asien ist für Unternehmen, die auf eine große, mehrsprachige und hochqualifizierte Belegschaft zugreifen möchten, eine strategische Maßnahme. Von Start-ups, die Nischen-Technologie-Talente suchen, bis hin zu etablierten Unternehmen, die Kundendienstteams über Zeitzonen hinweg aufbauen – Asien bietet bemerkenswertes Potenzial für Remote-Expansion.
Der Einstellungsprozess in der Region umfasst jedoch weit mehr als die Identifikation geeigneter Kandidaten. Arbeitgeber müssen die lokalen Arbeitsgesetze verstehen, internationale Gehaltsabrechnungssysteme navigieren und trotz geografischer Vielfalt eine kohäsive Remote-Arbeitskultur schaffen.
Dieses Handbuch führt Sie durch jeden Schritt, von der Recruitment bis zur Einhaltung aller Vorschriften, damit Sie selbstbewusst Remote-Teams in ganz Asien aufbauen und verwalten können.
Was sind die Schritte, um Remote-Mitarbeiter in Asien zu hiring?
Das Hiring in Asien ist kein Einheitsprozess. Die Region ist riesig und kulturell vielfältig, mit unterschiedlichen Beschäftigungsgesetzen, Sprachen und digitaler Infrastruktur. Um effektiv Remote-Mitarbeiter zu hiring, müssen Unternehmen ein durchdachtes hiring-Framework entwickeln, das an die Normen und gesetzlichen Standards jedes Landes angepasst ist.
Verständnis des Hiring-Prozesses
Der Hiring-Prozess beginnt mit der klaren Zieldefinition: Welche Rollen möchten Sie besetzen? Benötigen Sie Teilzeitmitarbeiter, Vollzeitangestellte oder projektbezogene Contractors? Ihre Antworten beeinflussen alles, vom Jobbeschreibung bis zu Vergütungsmodellen und Onboarding-Zeiten.
Anschließend führen Sie länderspezifische Recherchen durch. Das hiring eines Softwareentwicklers in Vietnam unterscheidet sich beispielsweise erheblich vom hiring eines Marketing-Consultants in Südkorea. Berücksichtigen Sie Zeitzonen, Sprachkenntnisse, Internetinfrastruktur und ob Sie durch eine lokale Einheit oder einen globalen Employer of Record (EOR) hiring möchten.
Es ist wichtig, interne Abläufe für remote-Interviews, Dokumentenübermittlung und Referenzüberprüfungen einzurichten. Auch im digitalen hiring-Zeitalter bleibt der menschliche Kontakt zentral. Führen Sie Video-Interviews, bieten Sie Probearbeiten an und kommunizieren Sie Ihre Remote-Arbeitskultur frühzeitig. Transparenz schafft Vertrauen und legt den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit.
Das hiring in ganz Asien erfordert den gezielten Einsatz digitaler Tools. Während Plattformen wie LinkedIn in Großstädten wie Singapur und Tokio beliebt bleiben, können lokale Jobbörsen in Ländern wie Indonesien, Thailand und den Philippinen bessere Ergebnisse liefern. Websites wie JobStreet (Südostasien), Workana (Freelancers) und WeChat Jobs (China) ermöglichen Zugriff auf lokale Talentpools, die globale Plattformen möglicherweise nicht erfassen.
Achten Sie bei der Recruitment darauf, dass Ihre Stellenanzeigen kulturell angemessen sind und den jeweiligen Beschäftigungserwartungen entsprechen. Beispielsweise suchen Arbeitnehmer in Japan oft nach Arbeitsplatzsicherheit und langfristigen Bindungen, während Bewerber in Indien Wert auf schnelle Karriereentwicklung und flexible Arbeitsbedingungen legen.
Auch die Sprache ist wichtig. Während Englisch in vielen Unternehmenskontexten in Asien weit verbreitet ist, kann die Lokalisierung der Stellenbeschreibung in Mandarin, Bahasa oder Vietnamesisch Ihren Bewerberpool vergrößern und die Kandidatenbindung verbessern.
Identifikation des besten Talentpools
Asien ist kein Markt, sondern ein Netzwerk verschiedener Ökosysteme. Wo Sie die passenden Talente finden, hängt davon ab, Ihre Bedürfnisse mit den jeweiligen regionalen Stärken abzustimmen:
- Indien und Pakistan bieten riesige Pools an IT-, Daten- und Entwicklungs-Talenten.
- Die Philippinen sind führend im Kundensupport und in virtuellen Assistenzdiensten.
- Vietnam, Malaysia und Indonesien sind schnell wachsende Märkte für Design, Engineering und digitales Marketing.
- Länder wie Südkorea und Japan eignen sich hervorragend für spezialisierte technische Rollen und innovationsgetriebene Arbeitskräfte.
Wissen, wo man suchen muss, ist nur die halbe Miete. Unternehmen müssen auch an die Bindung denken. Wettbewerbsfähige Gehälter, klare Kommunikation über Unternehmenskultur und konsequente Einbindung sind Schlüsselfaktoren, um Talente bei hiring in Asien sowie in Südostasien langfristig zu halten.
Wie baut man ein remote Team in Asien auf?
Nachdem Sie Ihre ersten Teammitglieder hired haben, besteht die nächste Herausforderung darin, ein kohäsives und produktives remote Team über Grenzen hinweg aufzubauen. Allein durch hiring ist Erfolg nicht garantiert; genauso wichtig sind die Entwicklung von Kollaborationsstrategien, gemeinsame Ziele und Vertrauen zwischen Ländern.
Strategien für das Management eines globalen Teams
Das Management eines remote Teams in Asien erfordert kulturelle Kompetenz und Prozessdisziplin. Zeitzonendifferenzen können durch gestaffelte Schichten oder asynchrone Arbeitsmodelle genutzt werden. Zum Beispiel kann Support in den Philippinen Übernachtungsschichten für US-basierte Unternehmen abdecken, während Entwickler in Indien mit europäischen Teams während sich überschneidender Stunden zusammenarbeiten.
Es ist essenziell, frühzeitig einheitliche Prozesse festzulegen. Wählen Sie Kommunikationstools (z.B. Slack, Asana, Notion, Trello), die auf die Bedürfnisse Ihres Teams abgestimmt sind. Erstellen Sie ein Handbuch für remote Operations, das alles umfasst – von Meeting-Planungen bis zu Leistungsbeurteilungen.
Führungskräfte sollten sich zudem kulturell sensibilisieren, flexibel bei Arbeitsstilen sein und Feedback aus verschiedenen Regionen aktiv einfordern. Was einen Teammitglied in Bangkok motiviert, kann sich deutlich von den Anreizen eines in Seoul oder Delhi unterscheiden.
Effektive Kommunikation in einer remote Umgebung
Kommunikation ist die Basis jedes erfolgreichen remote Teams. Klare, konsistente und kulturell sensitive Kommunikation verhindert Missverständnisse und fördert den Zusammenhalt.
Beginnen Sie mit festen Kernzeiten, in denen alle oder die meisten Teammitglieder für [Realtimediskussionen] verfügbar sind. Für alles andere fördern Sie eine Kultur des schriftlichen Dokumentierens. Remote-Teams, die gut dokumentieren (z.B. Besprechungsnotizen, SOPs, FAQs), verbringen in der Regel weniger Zeit mit Informationswiederholungen und mehr mit Lösungsentwicklung.
Achten Sie auch auf kulturelle Kommunikationsstile. Manche asiatische Kulturen legen Wert auf Hierarchie und indirekte Kommunikation, andere auf Informalität und Schnelligkeit. Lernen Sie, zwischen den Zeilen zu lesen, und bieten Sie Mitarbeitern mehrere Kanäle, um Themen anzusprechen – beispielsweise Anonyme Formulare, Einzelgespräche oder Teamfeedbackrunden.
Effektives Onboarding von Remote-Mitarbeitern
Das Onboarding von Remote-Mitarbeitern in Asien muss mehr sein als eine Willkommens-E-Mail. Ein strukturierter Onboarding-Plan stellt sicher, dass sich Mitarbeitende verbunden, informiert und gestärkt fühlen – von Tag eins an.
Versenden Sie gegebenenfalls Arbeitsausstattung, richten Sie Kontozugänge vorab ein und planen Sie Onboarding-Sitzungen, die Unternehmenskultur, Jobanforderungen und Teamdynamik vermitteln. Weisen Sie neue Mitarbeitende einem Buddy zu, idealerweise jemand im gleichen Zeitzonenraum, der in den ersten Wochen unterstützt.
Das Allerwichtigste: Gestalten Sie das Onboarding interaktiv. Nutzen Sie Quiz, Feedback-Formulare oder informelle Teamchats, um neuen Mitarbeitenden den Einstieg zu erleichtern und Beziehungen aufzubauen. Bei guter Durchführung schafft das Onboarding eine Grundlage für langfristiges Engagement.
Worauf ist bei der Gehaltsabrechnung für remote Mitarbeitende zu achten?
Die Einrichtung der Gehaltsabrechnung für remote Mitarbeiter in Asien ist ein äußerst komplexer Prozess. Jedes Land hat eigene Steuerregelungen, Währungsbestimmungen und Berichtspflichten. Ein Fehler bei Einordnung oder Abzug kann zu teuren Strafen oder Imageschäden führen.
Umgang mit lokalen Unternehmensanforderungen
In vielen asiatischen Ländern ist die direkte Abwicklung der Gehaltsabrechnung nur über eine lokale Firma möglich. Das bedeutet, dass Sie, sofern Ihr Unternehmen nicht in Ländern wie Japan, Südkorea oder Indonesien eingetragen ist, entweder einen lokalen Partner oder einen Contractor of Record (COR) benötigen, um rechtskonform zu bleiben.
Die Gründung einer lokalen Einheit erfordert beträchtliche Investitionen und Monate an Vorlaufzeit. Für schnelles Handeln ist die Nutzung eines Employer of Record (EOR) die bevorzugte Lösung. Ein EOR agiert als rechtlicher Employer, übernimmt die Gehaltsabrechnung, Steuern und Compliance, während Sie die operative Kontrolle über die Arbeit des Mitarbeiters behalten.
Der Einsatz eines EOR ermöglicht es Ihnen, neue Märkte zu erschließen, Test-Teams zu setzen und global zu skalieren, ohne eine eigene Niederlassung gründen zu müssen.
Kontaktieren Sie Rivermate und machen Sie sich mit deren EOR-Lösung vertraut.
Steuerliche Implikationen in verschiedenen asiatischen Ländern verstehen
Steuergesetze variieren erheblich. In Indien müssen Arbeitgeber beispielsweise TDS (Tax Deducted at Source) abführen, in Singapur sind Beiträge zur CPF (Central Provident Fund) zu zahlen. Länder wie die Philippinen und Thailand erfordern Sozialversicherungsbeiträge und haben unterschiedliche Mindestlöhne oder 13. Monatsgehälter.
Nichtbeachtung kann zu Nachzahlungen, Strafzahlungen und Konflikten mit Einwanderungs- oder Handelsbehörden führen. Außerdem bestehen in einigen Ländern strikte Vorschriften zur Unterscheidung zwischen Vollzeitangestellten und unabhängigen Contractors. Eine falsche Einstufung kann zur Nachklassifizierung als lokale Mitarbeiter führen, was Steuerpflichten und Arbeitsrechtsverstöße nach sich zieht.
Der Schulterschluss mit Rechtsexperten oder einem vertrauenswürdigen EOR sichert Ihre steuerliche Abwicklung nach den jeweiligen Landesvorschriften ab und minimiert Risiken.
Best Practices für Vertragsmanagement
Egal, wo Ihre Mitarbeitenden tätig sind: Ein klar definierter Arbeitsvertrag ist unerlässlich. Der Vertrag muss den lokalen Gesetzen entsprechen und bei Bedarf in die Landessprache übersetzt werden.
Der Vertrag sollte enthalten:
- Jobtitel und Aufgaben
- Vergütung und Benefits
- Arbeitszeit und Urlaubsregelung
- Kündigungsklauseln
- Datenschutzvereinbarungen
Legen Sie digitale Kopien der Verträge sicher ab und lassen Sie sie von beiden Parteien vor Beginn der Arbeit unterschreiben. Führen Sie regelmäßige Vertragsüberprüfungen durch, insbesondere bei Beförderungen oder Änderungen bei der Vergütung.
Wie stellen Sie die Einhaltung der Arbeitsgesetze in Asien sicher?
Die Einhaltung nationaler Arbeitsrechtvorschriften ist essenziell, um Rechtsstreitigkeiten, Strafen und Unterbrechungen beim remote-Arbeitsprozess zu vermeiden.
Wichtige rechtliche Regelungen
Jedes asiatische Land verfügt über einen eigenen regulatorischen Rahmen für Beschäftigung, der alles umfasst – vom Mindestlohn bis zu Urlaubsansprüchen und Kündigungsprozessen. Beispiele:
- Südkorea: Das Labor Standards Act schreibt Abfindungszahlungen und Arbeitszeitbegrenzungen vor.
- Indonesien: Pflicht zur Anmeldung bei BPJS Kesehatan (Gesundheitsversicherung).
- Vietnam: Probezeiten sind gedeckelt und müssen im Vertrag geregelt sein.
- China: Arbeitgeber müssen zwingend soziale Versicherungen für Beschäftigte abdecken und ordnungsgemäße Arbeitsverträge vorlegen, was häufig von lokalen Human Resources- und Sozialversicherungsbehörden überwacht wird.
Arbeitgeber sollten Gesetzesänderungen regelmäßig beobachten, da Regularien sich schnell ändern können. Die Einhaltung des Arbeitsrechts ist nicht nur eine Frage der Vermeidung von Strafen; sie zeigt auch Respekt gegenüber den Rechten Ihrer Mitarbeitenden und stärkt Ihre Arbeitgebermarke.
Nutzung eines Employer of Record
Ein Employer of Record (EOR) ist eines der effektivsten Werkzeuge, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Der EOR agiert als rechtlicher Employer im Land des Mitarbeitenden und übernimmt Aufgaben wie:
- Registrierung des Mitarbeiters bei den Steuerbehörden vor Ort
- Verwaltung von obligatorischen Benefits
- Abführung der Lohnsteuer
- Einreichung der Beschäftigungsunterlagen bei Behörden
Der Einsatz eines EOR reduziert Ihr Risiko erheblich, insbesondere in Ländern mit undurchsichtigen Regulierungssystemen oder Sprachbarrieren.
Risiken im globalen hiring minimieren
Remote-hiring bringt Risiken wie falsche Einstufung, Datenlecks, Diebstahl geistigen Eigentums und rechtliche Haftung mit sich. Zur Risikominderung empfehlen sich:
- Durchführung von Background-Checks, sofern gesetzlich erlaubt
- Verwendung rechtskonformer, lokaler Verträge
- Schutz sensibler Daten durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
- Einrichtung interner Prüf- und Compliance-Prozesse
Risikomanagement bedeutet nicht, alle Unsicherheiten auszuschalten, sondern informierte Entscheidungen zu treffen und auf vertrauenswürdige Partner zu setzen.
Rivermate’s EOR-Lösungen vereinfachen remote hiring, Onboarding und administrative Aufgaben, sodass Sie sich auf das Wachstum Ihres Teams in Asien konzentrieren können.
Kontaktieren Sie Rivermate noch heute und vereinbaren Sie eine Demo.